Positive Wohnbaubilanz trotz schwieriger Rahmenbedingungen gezogen.
OÖ. Trotz steigender Grundstückspreise, hoher Baukosten und schwieriger Finanzierungsbedingungen zeigt sich der Wohnbau in Oberösterreich weiterhin robust. Der Wohnraumbedarf im Bundesland liegt laut Prognosen bei rund 8.400 Wohnungen pro Jahr. Tatsächlich wurden in den vergangenen 14 Jahren durchschnittlich 11.300 Wohnungen jährlich neu geschaffen. „Stellt man die Fertigstellungen der Gesamtbevölkerung gegenüber, hat OÖeine um knapp ein Drittel höhere Pro-Kopf-Bautätigkeit als Wien“, betonte LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) am Freitag bei der Baubilanz-Präsentation 2025.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.963 Wohneinheiten im Neubau und in der Nachverdichtung gefördert. Auch im Eigenheimbereich zeigte sich 2025 ein deutlicher Aufwärtstrend. Insgesamt wurden 1.408 Wohneinheiten in Eigenheimen und Reihenhäusern gefördert. Ein entscheidender Faktor dafür war die Einführung einer Fixzinsförderung von 1,5 Prozent. „Mit der Fixzinsvereinbarung von 1,5 Prozent haben wir eine Trendwende geschafft. Unser angebotener Zinssatz liegt weit unter dem üblichen Marktzins“, erklärte Haimbuchner. Dadurch sei es gelungen, „eine massive Steigerung der Förderanträge um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erreichen.“ Um weiterhin Planungssicherheit zu gewährleisten, wurde diese Fixzinsregelung inzwischen verlängert.
Neben dem Neubau spielt auch die Sanierung bestehender Gebäude eine immer wichtigere Rolle. 2025 wurden 9.359 Wohneinheiten sowie 26 Heimplätze saniert.
Im Jahr 2025 erhielten 23.748 Menschen Wohnbeihilfe, insgesamt wurden 57,2 Millionen Euro ausbezahlt.
Attraktives Bauprogramm für 2026
Das Bauprogramm 2026 sieht über 2.000 neue Wohneinheiten vor, darunter rund 700 Mietkaufwohnungen und mehr als 600 Nachverdichtungsprojekte. Viele dieser Projekte entstehen in attraktiven Regionen, etwa in Attersee, Altmünster und Bad Goisern.