In Oberösterreich wird die Suche nach Erntehelfern für Spargel und andere Feldfrüchte immer schwieriger. Politische Krisen und ein Mangel an Fachkräften setzen die Landwirtschaft unter Druck.
Laut Landwirtschaftskammer Oberösterreich stehen jährlich bis zu 5.000 Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer für Obst- und Gemüsebau bereit. Doch die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich zunehmend schwierig. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine, der in den vergangenen Jahren die Zahl der verfügbaren Saisonarbeiter stark reduziert hat, erklärt Stefan Hamedinger, Gemüsebaureferent der Landwirtschaftskammer.
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Früher übernahmen vor allem Männer die maschinellen Vorarbeiten auf den Feldern, während Frauen überwiegend Spargel und Erdbeeren ernteten. Die Löhne für Land- und Saisonarbeiter sind kollektivvertraglich geregelt. Heute sind viele Landwirte selbst gefragt, um die Arbeiten zu erledigen.
Interessenten auch aus Vietnam und Kambodscha
Interessenten kommen aber auch aus neuen Ländern: Aus Vietnam, Kambodscha oder Nepal gibt es vereinzelt Anfragen, um in Oberösterreich zu arbeiten. „Das überrascht uns, doch die Handhabung teurer Maschinen auf den Höfen ist eine Herausforderung“, so Hamedinger.
Der Spargelanbau bleibt trotz guter Voraussetzungen eine Nischenproduktion. In Oberösterreich gibt es nur 22 Betriebe, die Anbauflächen wachsen nur leicht. Grüner Spargel wird häufiger kultiviert, Weißspargel erfordert spezielle Böden. Mit nennenswerten Erntemengen ist ab Mitte bis Ende April zu rechnen.