Westring-Bau

Showdown im Bergschlösslpark: Finale Fällungen unter starkem Polizeischutz

Der Verlust einer wichtigen Kaltluftschneise konnte nicht vermieden werden.  

Linz. Seit heute Morgen, 06.30 Uhr, riegelt ein großes Polizeiaufgebot den Bergschlösslpark ab. Die Firma Strasser führt für den Westring Bau (A26) die finalen Baumfällungen durch, die das Ende der geplanten Rodungen für das umstrittene Bauprojekt markieren. Es gab immer wieder Zwischenfälle: Ein Bohrkopf ist in 17 Meter Tiefe steckengeblieben und Augenzeugen berichten, dass am 24. Dezember  flüssiges Paraffin in die Wiesen rund um die gefällten Bäume verschüttet wurde. Aktivisten forderten eine Untersuchung dieser ökologischen Gefährdung.

Grüngürtel-Camp bleibt bestehen

Trotz der heute abgeschlossenen Rodungswelle ist ein Ende des Protests nicht in Sicht. Das Grüngürtel-Camp im Bergschlösslpark wird weiterhin an Ort und Stelle bleiben. Die Aktivisten besetzen das Areal über dem dort befindlichen Bohrkopf, um auf die ökologischen Folgen der Verbauung aufmerksam zu machen. Laut den Aktivisten besonders bitter: Für die technische Abwicklung rund um diesen Bohrkopf mussten heute sogar Bäume weichen, die sich direkt im Parkgelände befanden.

Verlust einer wichtigen Kaltluftschneise

Der Bergschlösslpark erfüllt eine kritische Funktion als Kaltluftschneise und Naherholungsgebiet für das dicht bebaute Stadtviertel. Mit der Fällung der letzten Altbäume verliert Linz einen weiteren wichtigen Pfeiler seiner natürlichen Klimaanlage. Die Banner der Anwohner – "Hände weg vom Grüngürtel" und "Keine Baumrodung ohne Volksbefragung" – hängen heute als Mahnmal in einem Park, der unwiederbringlich verändert wurde.

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