"Wenn Menschen monatelang trotz Schmerzen auf Operationen warten müssen, schadet das allen Beteiligten: Die Patientinnen leiden unnötig, und das System verursacht erhebliche Mehrkosten durch zusätzliche Arztbesuche, Medikamente und Arbeitsausfälle", warnt SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder.
OÖ. Die Wartezeiten auf Knie- und Hüftoperationen haben sich in Oberösterreich innerhalb von nur vier Jahren nahezu verdoppelt. Während Patientinnen 2022 maximal 44 Wochen auf ein neues Knie warten mussten, sind es Ende 2025 bereits 87 Wochen – also fast zwei Jahre. Bei Hüftoperationen stieg die maximale Wartezeit von 44 auf 84 Wochen.
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Die Anfragebeantwortung von Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) bestätigt laut SPÖ-Gesundheitssprecher und dritter Landtagspräsident Peter Binder. Erstmals offiziell: Privatversicherte werden deutlich schneller operiert als Patienten der allgemeinen Klasse. Binder stellt fest: „Wenn bis zu 20 Prozent der Patientinnen – in manchen Bereichen sogar mehr – auf die Sonderklasse zurückgreifen, offenbart das ein Systemversagen.
"Diese Menschen vertrauen offenbar nicht mehr darauf, in der allgemeinen Klasse rechtzeitig versorgt zu werden", Binder bringt das konkrete Beispiel, dass Patienten der allgemeinen Klasse bis zu 18 Wochen länger als Sonderklasse-Versicherte im Spital Pyhrn-Eisenwurzen auf eine neue Hüfte warten.