Geplante Rodung von 90 alten Bäumen ist Kritikern ein Dorn im Auge.
Erneut haben am Samstag in Linz mehrere Hundert Menschen gegen die geplanten Baumfällungen für den Bau des Westrings demonstriert. Vom Hauptbahnhof zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum Bergschlösslpark am Froschberg, wo nach Angaben der "Initiative Verkehrswende jetzt!" rund 500 Personen ihrem Protest Ausdruck verliehen. Die Polizei sprach von etwa 200 Demonstrierenden.
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Im Mittelpunkt der Kritik steht die geplante Rodung von 90 alten Bäumen mit einem Stammdurchmesser von mindestens 60 Zentimetern im Bergschlösslpark. Christian Leckschmidt von der Initiative bezeichnete die Abholzungen als „viel zu früh“, da der Bauabschnitt erst in mehreren Jahren betroffen wäre. Die ASFINAG argumentiert dagegen, die Arbeiten seien bereits in den kommenden Wochen notwendig, und verspricht, später mehr Bäume zu pflanzen als gefällt werden.
Gegner hoffen auf Volksbefragung
Die Gegner hoffen weiterhin auf eine Volksbefragung, um die städtische Finanzierung des Projekts zu stoppen. Laut Leckschmidt wurden bereits 7.100 gültige Unterschriften gesammelt. Dennoch hatte die Stadt Linz im Frühjahr erklärt, dass es keine Befragung geben werde, da die Fragestellung unzulässig formuliert sei.
Auch politische Unterstützung kam von Grünen, LinzPlus, KPÖ und Ahoi Linz, die Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) aufforderten, die Rodung zu verhindern. Dieser erklärte jedoch, dass die Stadt keine Handhabe habe, da sich die betroffenen Flächen im Eigentum der ASFINAG befinden.