Die Bohrkopfpanne istlaut Stadträtin Schobesberger "nur ein Vorgeschmack". Sie zeige wie schwierig es sei, bei diesem Untergrund einen Tunnel zu graben.
Linz. „Es wird immer deutlicher, welche massive Eingriffe und Konsequenzen die Errichtung einer Autobahn mitten durch unsere Stadt nach sich ziehen wird. Für mich ist der Schutz der alten, wertvollen Bäume im Bergschlösslpark im Zusammenhang mit den jetzt notwendigen Maßnahmen absolut vorrangig", sagt Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) am Mittwoch bei der Präsentation des Baumschutzkonzeptes, das in Auftrag gegeben wurde nachdem bei Kanalumleitungsarbeiten ein Bohrkopf in 17 Meter Tiefe stecken geblieben ist.
Die Maßnahmen sind vielfältig: z.B. werden Schwerlastmatten verlegt, Bäume werden „eingehaust“, ein Baum wird versetzt.
Die gute Nachricht für alle Steuerzahler: Die ASFINAG wird die zusätzlich entstandenen Kosten zur Gänze übernehmen - Höhe konnte noch nicht bekannt gegeben werden.
Die Prüfung der Alternativen war langwierig, es bleibt nichts anderes übrig als nun mit dem bisherigen Verfahren weiterzumachen. Sollte nun bei der Fertigstellung der Kanalumleitungsarbeiten - es fehlen noch 100 Meter - trotz aller Bemühungen ein Baum zu schaden kommen, wird die Linz AG 50.000 Euro an die Stadt Linz überweisen.
Bis Ende der Woche soll auch eine Hemlocktanne gepflanzt werden.
10 neue Bäume im Volksgartenviertel
„Auch abseits des Bergschlösslparks spielen Schutz und Pflege von bewaldeten Gebieten in der LINZ AG eine wichtige Rolle. Man denke an die Betreuung unserer 15 Millionen Quadratmeter großen Wasserschutzgebiete. Mehr als 100.000 Bäume wurden dort bereits im Sinne standortgerechter Aufforstung gepflanzt. Mit der zusätzlichen Errichtung von zehn Schwammstadtbäumen im Volkgartenviertel setzt die LINZ AG dieses Engagement fort“, sagt LINZ AG-Generaldirektor Erich Haider.