Kritik an FPÖ

Wohnbau: Millionen aus Bundesmitteln verfallen

Nicht abgerufene Bundesmittel verschärfen die Wohnungsnot – die SPÖ fordert rasches Handeln. 

OÖ. Während zehntausende Menschen in Oberösterreich dringend leistbaren Wohnraum suchen, sind bereits 74,4 Millionen Euro aus der sogenannten Wohnbaumilliarde des Bundes verfallen. Das Geld wurde vom Land Oberösterreich nicht abgerufen. Die SPÖ bringt daher diese Woche einen Antrag im Landtag ein und kritisiert die Untätigkeit von Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner.

Allein im Jahr 2024 fehlten netto mehr als 57.000 Wohnungen im Bundesland. Von den insgesamt 169,1 Millionen Euro aus dem Wohn- und Baupaket des Bundes sind bereits 32,1 Millionen Euro für 2024 sowie weitere 42,3 Millionen Euro für 2025 ungenutzt verfallen. SPÖ-Wohnbausprecher Binder spricht von hunderten verlorenen leistbaren Mietwohnungen und warnt vor weiter steigenden Mieten.

Der SPÖ-Antrag fordert eine Ausweitung der Wohnbauförderung für 2026, um die verbleibenden Bundesmittel vollständig zu sichern. Vorgeschlagen wird, zusätzliche Wohnbaukapazitäten durch Rückflüsse aus Wohnbaudarlehen zu finanzieren. Ohne rasches Handeln drohe Oberösterreich auch die restlichen Gelder zu verlieren.

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