Das Kultur- und Tourismus-Departement des Emirats übernimmt alle Mehrkosten der Touristen.
Patrick Kovacs wollte zusammen mit seiner Frau und Freunden eigentlich gemütlich seinen 73. Geburtstag in Abu Dhabi feiern. Doch auch die Gruppe aus Wien und Niederösterreich wurde vom Kriegsbeginn überrascht.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten waren die Golf-Spieler am Freitagmorgen gelandet. Bereits am nächsten Tag schrillte ein Notfallalarm auf deren Handys: "Aufgrund der aktuellen Situation und möglicher Raketenbedrohungen suchen Sie sofort Schutz im nächstgelegenen sicheren Gebäude und halten Sie sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen fern. Warten Sie auf weitere Anweisungen", hieß es in der Nachricht.
Die Gruppe blieb weiter im Hotel, welches am Meer liegt. "Wir hatten natürlich ein mulmiges Gefühl. In der Nacht hörten wir dann auch schon mehrere dumpfe Geräusche und am Sonntag sahen wir nach einem lauten Raketen-Einschlag die Rauchwolke über der Stadt", so der 73-Jährige.
Die Rauchwolke dürfte von zwei iranischen Drohnen stammen, die in ein Lagerhaus des nahgelegenen Marinestützpunkts Al Salam eingeschlagen waren, ganz in der Nähe eines TUI-Kreuzfahrtschiffs (oe24 berichtete).
Departement vor Ort übernimmt alle Kosten
Die Österreicher wären auch schon vom Außenministerium darüber informiert worden, dass der Flugverkehr komplett eingestellt wurde und sie die Möglichkeit hätten über den Landweg nach Hause zu reisen. "Wir warten aber erst einmal ab, über den Landweg würden wir sechs Tage alleine nach Istanbul brauchen", so Patrick Kovacs zu oe24.
Trotzdem sei nicht sicher, ob sie am Rückreisetag, kommenden Freitag, auch wieder heimfliegen können. "Wir versuchen aber vorerst einmal ruhig zu bleiben", so Kovacs. Das Kultur- und Tourismus-Departement vom Emirat Abu Dhabi habe bereits reagiert. In einem Schreiben heißt es, dass allen Touristen, die aufgrund der aktuellen Lage länger bleiben müssen, sämtliche Mehrkosten, unter anderem die Hotels, bis zur möglichen Abreise übernommen werden.