Asos-Gründer Quentin Griffiths starb unter mysteriösen Umständen.
Der Mode-Unternehmer Quentin Griffiths, Mitbegründer des Online-Shops ASOS, ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Der Brite stürzte aus dem 17. Stock eines Hochhauses im thailändischen Pattaya südöstlich von Bangkok. Dort hatte Griffiths eine Wohnung bewohnt.
Griffiths starb im thailändischen Pattaya
Ein Sprecher von ASOS zeigte sich gegenüber der BBC bestürzt über die Nachricht: „Wir sind traurig über den Tod von Quentin, einem unserer ursprünglichen Mitbegründer. Er spielte eine wichtige Rolle in unseren Anfängen, und wir sind ihm für seinen Beitrag auf ewig dankbar.“ Gemeinsam mit seinen Partnern hatte Griffiths das Unternehmen im Jahr 2000 gegründet und damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. ASOS entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der weltweit größten Online-Shops für Mode. Zwar zog sich Griffiths bereits früh aus dem operativen Geschäft zurück, blieb jedoch bedeutender Anteilseigner – ein Engagement, das ihn zum Multimillionär machte.
Familie rätselt über Todesursache
Nach Angaben der Ermittler gebe es derzeit keine Hinweise auf ein Verbrechen. Griffiths sei am Tag seines Todes allein in der Wohnung gewesen. Die Tür sei verschlossen gewesen, Einbruchsspuren habe man nicht festgestellt. Auch eine Autopsie habe keine Anzeichen für Fremdverschulden ergeben.
Medienberichten zufolge lebte der 58-Jährige zuletzt getrennt von seiner thailändischen Ehefrau und befand sich in einem komplexen Rechtsstreit um das Sorgerecht für gemeinsame Kinder sowie um finanzielle Ansprüche aus einem gemeinsamen Unternehmen. Demnach starb er nur wenige Tage vor einem angesetzten Gerichtstermin.
Angehörige äußerten Zweifel an der Theorie eines Suizids, da kein Abschiedsbrief gefunden worden sei. Eine dem Umfeld nahestehende Quelle sprach von „verdächtigen Umständen“. Seine Ex-Frau, Ploy Kringsinthanakun, wies indes jede Beteiligung an seinem Tod entschieden zurück.