Sechs Verunglückte in fünf Tagen

Pisten als Todesfalle: Heuer schon 32 Tote

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Fast jeden Tag stirbt zurzeit ein Skifahrer oder Snowboarder.

Kaum Schnee und eisige Pisten: Wegen der schwierigen Verhältnisse kracht es jeden Tag auf den Pisten – oft mit tödlichem Ausgang. Seit Saisonbeginn gab es schon 32 Tote, die meisten davon in Salzburg (14) und Tirol(13). Alleine in den vergangenen fünf Tagen gab es sechs Opfer.

Drama um Busfahrer
In St. Johann im Pongau etwa verlor der erst 38-jährige Familienvater David T. am Montagabend sein Leben. Der Busfahrer kam auf der Gernkogelabfahrt von der Piste ab und stürzte so schwer, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

In der Innsbrucker Klinik ist ein deutscher Urlauber (65) am Dienstag seinen schweren Verletzungen erlegen, die er sich bei einem Crash Ende Jänner im Skigebiet von Fiss in Tirol zugezogen hatte.

Kopf gegen Baum
Den 29-jährige Michael P. aus Flachau erwischte es am Samstag. Der Funsportler war zuvor den ganzen Tag mit seinem Snowboard die Pisten in Flachau rauf und runter gebrettert. Nach einem ausgiebigen Einkehrschwung machten sich der Elektriker und seine Freunde um halb zwei Uhr in totaler Finsternis Richtung Tal auf. Der Einheimische trug keinen Helm und krachte gegen einen Baum. Er starb im Spital.

Abgestürzt
Ebenfalls am Samstag stürzte ein 54-jähriger Tourengeher in Annaberg ab. Er war 200 Meter tief in eine Rinne gefallen und sofort tot. Der 48-jähriger Kärntner Adolf M. wiederum war am Samstag auf dem Katschberg unterwegs gewesen, fiel bei einem Sturz mit dem Gesicht auf die Piste und blieb liegen. Trotz sofortiger Reanimation konnte ihm nicht mehr geholfen werden.

Umgefallen
Bereits am Freitag war ein Deutscher (66) in Unken auf der Piste zusammengesackt: Herztod.

300 Verletzte am Tag
Und die schwarze Serie an Unfällen in der weißen Pracht reißt nicht ab: Pro Tag verletzen sich mehr als 300 Personen. Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit prophezeit: „Heuer wird es bis zu 60.000 Verletzte geben.“

(lam)

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