Kinderspital Innsbruck

Nach Tod von Dreijähriger

Propofol: Spitals- Skandal: 2 neue Opfer

Weitere Fälle präsentiert - Schuld war Propofol.

Die Innsbrucker Kinderklinik kommt nicht zur Ruhe: Am Donnerstag präsentierte die "Elternplattform Kinderklinik" zwei mögliche weitere Fälle von Behandlungsfehlern. Betroffen sein sollen ein 16 Monate altes und ein dreijähriges Kind. Beide Fälle sollen sich heuer zugetragen haben. Bei dem 16 Monate alten Kind soll es laut Gabriele Fischer von der Elternplattform zu einer Komplikation während einer Routineoperation gekommen sein.

Bub behindert
  Die Kinder seien zudem mit Propofol über längere Zeit sediert worden. Eines der beiden befinde sich aber mittlerweile auf dem Weg der Besserung und könnte wieder gesund werden. Der dreijährige Bub soll seither behindert sein.

   Ende des vergangenen Monats starb ein dreijähriges Mädchens in der Innsbrucker Klinik nach einer Sedierung mit Propofol über 46 Stunden. Das Mädchen war am 15. Oktober in das Bezirkskrankenhaus Schwaz eingeliefert worden, weil es beim Spielen Klebstoff verschluckt hatte. Von dort war das Kind aber umgehend an die Innsbrucker Klinik überwiesen worden. Noch am selben Tag wurde unter Narkose eine endoskopische Untersuchung der oberen Atemwege vorgenommen.

   Gestern, Mittwoch, wurde der Fall eines Südtiroler Buben bekannt, der nach einer Hauttransplantation in der Innsbrucker Klinik 2006 schwerbehindert ist. Laut Tilak wurde das mittlerweile sechs Jahre alte Kind im Juli 2006 mit schwersten, großflächigen Verbrühungen eingeliefert. Der Fall werde derzeit neu aufgerollt, hieß es in in einer Stellungnahme der Tilak. Für einen dreiwöchigen Tiefschlaf sei kein Propofol verwendet worden, für die Hauttransplantation schon.



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