Prozess: "Wollte den Teufel töten"

Kranker würgte Wienerin

Prozess: "Wollte den Teufel töten"

Ein 32-Jähriger wollte die Welt retten und den Teufel töten. Er hätte fast gemordet.

Ein psychisch kranker Salzburger (32) hörte im vergangenen Sommer „Gottes Stimme“: „Er befahl mir, die Welt zu retten“, sagte der Beschuldigte am Montag vor Gericht. Unter dem Einfluss von Cannabis setzte er am 30. Juni in der Großfeldsiedlung in Wien-Floridsdorf zu seiner Mission an. Zunächst sollte er laut Befehl ein eingesperrtes Baby aus einem Lieferwagen befreien. Als der 32-Jährige laut schreiend alle Scheiben des Fahrzeugs einschlug, wurden erstmals Passanten auf ihn aufmerksam.

Ohnmacht. Als ihm eine Wienerin (49) zufällig entgegenkam, attackierte er sie bis zur Ohnmacht und begann, sie zu würgen. „Ich wusste, dass sie der Teufel war, und wollte sie töten“, sagte er aus. Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen, die Anklage sah einen versuchten Mord.

Anders das Urteil des Schwurgerichts: bedingte Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Straf­täter und eine entsprechende Therapieanweisung. Für den 32-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.



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