Milenko Marinkovic

Opfer (57) war Wiener

Rätsel um Toten ohne Beine

Tote aus dem Wienerwald ist identifiziert, Verbrechen bleibt rätselhaft.

Die Identität der Leiche ohne Beine aus dem Wienerwald ist geklärt: Bei dem erschlagenen Toten handelt es sich um Milenko Marinkovic (57), einen Serben aus Wien-Josefstadt. Doch alles andere in dem grauenvollen Mordfall ist bislang rätselhaft. Marinkovics Torso wurde am Donnerstag von Spaziergängern bei Gablitz entdeckt. Er war in einem Plastiksack verschnürt. Das Grauenhafte: Der Mörder hatte dem Toten beide Beine abgesägt, diese bleiben verschwunden.

Ebenso wie der schwarze Toyota RAV 4 mit dem Kennzeichen W-VRCIN 1, mit dem der Serbe am Morgen des 30. März gegen 6.30 Uhr noch seine Frau zur Arbeit gefahren hatte. Danach verliert sich die Spur des Mordopfers.

Lieferung
Marinkovic wollte zu Hause seine alte, kaputte Waschmaschine ausbauen, wartete an diesem Tag auf die Anlieferung eines neuen Gerätes. Doch dazu kam es nicht mehr. Als die Waschmaschine geliefert wurde, war es 13.20 Uhr. Die Monteure hinterließen einen Zettel, weil ihnen niemand öffnete. Auch eine private Verabredung am Vormittag des 30. März hatte der Wiener nicht mehr eingehalten. Er musste daher seinem Mörder am späteren Morgen begegnet sein.

Partner?
Marinkovic war zwar arbeitslos, galt allerdings in seinen Kreisen als durchaus wohlhabend. Er fuhr das schicke Auto, trug eine teure Jacques-Lemans-Uhr. Wie er sein Geld verdiente, ist ebenso unbekannt wie die näheren Umstände seines Todes. Möglicherweise waren der Serbe und der Mörder Geschäftspartner. "Wer weiß über seine Tätigkeiten Bescheid, wer kann Angaben zum Opfer und dessen Bekanntenkreis machen?", fragt deshalb das LKA Niederösterreich: "Wer hat Marinkovic am 3. März oder später gesehen?" Hinweise an 059133 30 3333.

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