Kritik:

400.000 Euro Ausschüttung trotz Investitionsbedarf?

Hohe Ausschüttungen an Aktionäre erntet heftige Kritik.

Bad Gastein. Die Gasteiner Bergbahnen (Pongau) schütten jährlich 414.000 Euro Dividende an ihre Aktionäre aus – eine Praxis, die zunehmend in die Kritik gerät. Insbesondere die Tatsache, dass Banken wie Oberbank, Hypo-Bank und Salzburger Sparkasse mit über 60 Prozent der Anteile profitieren, sorgt für Diskussionen. Seilbahnvorstand Andreas Innerhofer verteidigt die Ausschüttung: Sie sei gedeckelt und nur bei positivem Betriebsergebnis möglich. Zudem blieben bis zu 85 Prozent der Gewinne im Unternehmen, um Investitionen und Schulden zu finanzieren. Die Dividende sei somit kein Gewinnabschöpfungsmechanismus für die Banken, sondern ein fester Bestandteil der Finanzstruktur, so Innerhofer. Dennoch bleibt die Frage: Sollten touristisch bedeutende Seilbahnen ihre Mittel nicht noch stärker in die Infrastruktur stecken, anstatt regelmäßig Gewinne an Aktionäre auszuschütten? Kritiker fordern eine Neubewertung der Finanzpolitik, insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.

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