EU bunkert Daten im Pongau

Strenggeheim

EU bunkert Daten im Pongau

Tief im Berg werden 44 Millionen Fahndungsdaten aus 24 Staaten gesichert. Bereits jetzt ist der Bunker ein wichtiges Archiv.

Er gehört zu den am besten geschützten Einrichtungen der Republik, fast alles, was hier passiert, unterliegt der strengsten Geheimhaltung: Der Bunker im Heukareck im Pongau wurde in den Jahren 1977 bis 1982 gebaut – also mitten im Kalten Krieg.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges hatte die Einrichtung in den Augen vieler ihren Zweck verloren. Nun erhält sie sogar europaweite Bedeutung: Wie ein Vertreter des Innenministeriums gestern der APA bestätigte, wird im Regierungsbunker der Backup-Rechner des gesamten Schegen-Informationssystems II (SIS II) aufgebaut. Die Vorarbeiten dazu laufen bereits auf Hochtouren.

Der Originalrechner bleibt in Straßburg – fällt er aus, soll der Computer in St. Johann übernehmen, der dazu ständig mit allen aktuellen Daten gefüttert wird.

Das SIS II ist ein europaweites Fahndungssystem, das Ende 2008 in Betrieb geht. Dann soll es Daten aus 28 Staaten umfassen.

Einsatzzentrale
Beim Bundesheer heißt der Bunker Einsatzzentrale Berg. Hier – mehr als 1.000 Meter unter Tag – ist die Zentrale der militärischen Luftraum-Überwachung untergebracht. Von hier aus werden auch die Abfangjäger geleitet. Zudem sind bereits zahllose Daten aus dem Bundesarchiv in eigenen Kammern gelagert.

Im Krisenfall soll hier vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen geschützt die Regierung Unterschlupf finden.

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