Traurige Gewissheit nach einer großangelegten Suchaktion in St. Johann im Pongau: Ein 33-jähriger Einheimischer konnte am Gernkogel nach einem Lawinenabgang nur noch tot aufgefunden werden.
Salzburg. Der Skifahrer wurde am späten Dienstagnachmittag von seiner Freundin als vermisst gemeldet, woraufhin Bergretter eine großangelegte Suchaktion starteten. Da die Bedingungen am Abend zu gefährlich waren, konnte die Leiche des Mannes erst am Mittwochvormittag geborgen werden. Der Alpinpolizei und einem Polizeihubschrauber gelang es schließlich, den Verstorbenen ins Tal zu bringen. Laut dem Liftbetreiber wurde das Skiticket des Mannes zuletzt am Dienstag gegen 10:30 Uhr bei der Straßalmbahn registriert, was den Suchradius für die Bergretter und die Feuerwehr einschränkte.
Eine Handyortung der Polizei durch die Handy-App „Find my phone“ ergab schließlich die genaue Position des Verunglückten, weit abseits der Pisten. „Wir suchten auf der Nassschneelawine mittels LVS-Gerät nach dem Mann und konnten ihn finden.“ Der gut ausgerüstete Variantenfahrer dürfte durch die Lawine tödlich verletzt worden sein.
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Martin Stifter von der Bergrettung St. Johann schilderte den Beginn des Einsatzes: "Laut Liftbetreiber wurde sein Skiticket zuletzt gegen 10.30 Uhr bei der Straßalmbahn verwendet. Wir fuhren mit der Gondel auf, teilten die Mannschaft in Teams und durchsuchten mittels Skidoos das weitläufige Gelände." Dabei entdeckten sie drei Lawinenkegel, die von Hundeführern und mit Lawinen-Verschütteten-Suchgeräten (LVS) kontrolliert wurden.
Im Einsatz standen neben Alpinpolizei und dem Libelle Team (Bergung am Mittwoch), 23 Männer und Frauen der Bergrettung St. Johann, drei Hundeführer der Bergrettung, Freiwillige Feuerwehr St. Johann samt drei Drohnenteams und dem Einsatzleiterfahrzeug und Mitarbeiter der Bergbahnen St. Johann.