Spendenstreit

Nonnen-Insta-Prozess: Ex-Unterstützer streitet alles ab

Die Nonnen warnen auf ihrem eigenen, neuen Account @realnonnengoldenstein ausdrücklich davor, Geld zu überweisen. 

Szbg. Im Prozess rund um den ersten Instagram-Kanal der Nonnen von Goldenstein (Flachgau) ergeht die Entscheidung über eine einstweilige Verfügung schriftlich. Am Montag dauerten die Zeugenaussagen bis in die Nacht. Laut ihrer Anwältin Maria Windhager soll ein Ex-Unterstützer auf dem im Herbst eingerichteten Instagram-Kanal @nonnen_goldenstein Beiträge veröffentlicht haben, obwohl sie das nicht wollten. Er wird auf Unterlassung geklagt. 

Nonnen bestzen Kloster
© APA/CHRISTINA WIRTENBERGER

Der frühere Unterstützer wies die Vorwürfe laut orf.at schriftlich zurück: „Alle von mir veröffentlichten Fotos und Videos der Nonnen erfolgten mit deren Zustimmung und dienten ausschließlich ihren Zwecken. Die Produktbeiträge, etwa das Mineralwasser oder gesegnete Rosenkränze, dienten ausschließlich der Spendensammlung. Ich hatte keinen Zugriff auf das Spendenkonto. Dieses wurde ausschließlich von einer anderen Nonnen-Unterstützerin verwaltet, die über die Gelder verfügte.“  

Die Nonnen betonen, dass sie die unter ihrem Namen geführten Social-Media-Accounts zu keinem Zeitpunkt selbst betrieben hätten. Weder Beiträge noch Kommentare seien ihnen im Voraus zur Kenntnis gebracht oder von ihnen autorisiert worden. Für Inhalte, die weiterhin unter diesen Accounts veröffentlicht werden, trügen sie keine Verantwortung. Eine Fortführung erfolge ausdrücklich gegen ihren Willen. 

Der Fall der über 80-jährigen Ordensfrauen hatte auch international Aufmerksamkeit erregt. Sie waren nach einem vorangegangenen Aufenthalt in einem Seniorenheim gegen den Willen ihres zum Apostolischen Kommissar bestimmten Oberen in ihr früheres Kloster zurückgekehrt, das mittlerweile der Erzdiözese Salzburg und Stift Reichersberg gehört. Auf Instagram hatten die Nonnen mehr als 280.000 Follower.

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