St. Johann im Pongau

Sechsjährige leblos in Badewanne gefunden

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Das Mädchen verstarb wenig später im Landeskrankenhaus Salzburg.

Ein wahrer Albtraum spielt sich für Familie J. aus Filzmoos im Salzburger Pongau ab – Montagabend fand Vater Stefan seine sechsjährige Tochter Marie bewusstlos in der Badewanne. Er versuchte sofort, Erste Hilfe zu leisten, seine Frau Bernadette alarmierte mit dem Telefon die Rettung. Ein Rettungshubschrauber brachte das Mädchen, das wegen einer leichten Behinderung den heilpädagogischen Kindergarten in Eben besuchte, in das Landeskrankenhaus nach Salzburg.

Leiche wird nun obduziert – die Polizei ermittelt
Doch die Mediziner verloren den Kampf um das junge Leben. „Das Mädchen ist bei uns im Schockraum gestorben“, heißt es aus dem Spital auf Nachfrage von ÖSTERREICH.

Wie es zu dem Drama kam, ist noch völlig unklar. Der kleine Körper wird nun in der Gerichtsmedizin obduziert, um die exakte Todesursache zu klären.
Auch die Polizei hat sich in den tragischen Fall eingeschaltet und ermittelt den Hergang. „Wir konnten die Eltern aber noch nicht befragen“, sagte Polizeisprecher Erwin Resch am Dienstagnachmittag zu ÖSTERREICH: „Die Eltern werden nach dem tragischen Vorfall noch psychologisch betreut. In diesem Fall drängen wir auch aus Pietätsgründen nicht.“

Auf Eltern könnte sogar eine Anklage zukommen
Dem tragischen Verlust nicht genug, könnte auf die schon genug gestraften Eltern also auch noch eine Anklage wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zukommen. Denn fest steht, dass Marie zum Zeitpunkt, als sie bewusstlos wurde, mit ihrem zweijährigen Bruder alleine in der Badewanne geplanscht hatte. „Eine tragische Geschichte“, sagte der Filzmooser Bürgermeister Johann Sulzberger: „Wir stehen alle unter Schock.“

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