Wirbel um geheime Kennzeichenerfassung

Autobahn-Überwachung

Wirbel um geheime Kennzeichenerfassung

Jedes Auto, das von Salzburg nach München fährt, wird geknipst und mit deutschen Fahndungslisten verglichen.

Wer von Salzburg mit dem Auto nach München fährt, wird von versteckten Videokameras registriert, digital erfasst und auf einer Fahndungsliste überprüft. Dieses bislang geheime Prozedere wurde jetzt von der Salzburger Polizei ausgeplaudert.

Datenschützer schlagen Alarm
Das Digitalfoto des Kennzeichens wird sofort an einen Fahndungscomputer geschickt und werde, wenn weder gegen den Halter noch gegen das Fahrzeug etwas vorliege, sofort gelöscht, versichert das bayrische Innenministerium. Ein "heißes Kennzeichen" löst jedoch eine sofortige Fahndung aus. Damit habe man bereits erhebliche Erfolge erzielt, beispielsweise während der Fußballweltmeisterschaft an den deutschen Grenzen. Derartige Scanner auf der Autobahn führten in Deutschland allerdings auch bereits zu einer Beschwerde beim Verfassungsgericht, dessen Richter offenbar an dieser Art der Überwachung zweifeln.

Salzburger Polizei verriet System
Ausgerechnet die Salzburger Polizei machte jetzt in einer Aussendung einen geheimen Standort der Kennzeichenerfassungsanlage auf dem Irschenberg bekannt. Ein Autodieb war dort aufgefallen und danach in der Stadt Salzburg gefasst worden.

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