So kam
es zum 
A1-Inferno

Oberösterreich

So kam
es zum 
A1-Inferno

Beim Inferno auf der A 1 verbrannte ein Lkw-Lenker in seinem Führerhaus.

Tag eins nach dem verheerenden Autobahn-Unglück auf der A 1 kurz vor dem Attersee: Erst am Dienstag wurde das volle Ausmaß der Katastrophe klar: Neben dem Todesopfer Gerald G. (36) aus Hollenstein an der Ybbs ist durch den Crash zweier Schwerlast-Fahrzeuge Millionenschaden entstanden (siehe Kasten).

Und so kam es zu dem tragischen Unglück: Der erfahrene Kraftfahrer Gerald G. war mit seinem Sattelzugfahrzeug Richtung Salzburg unterwegs. Auf seinem Hänger hatte er einen Kettenbagger geladen. Der 36-Jährige wollte zu einer Baustelle, seine Firma ist auf Abbrucharbeiten spezialisiert.

Tankzug-Fahrer
versuchte zu löschen
Kurz vor der Abfahrt Seewalchen bildete sich gegen 14.45 Uhr ein Stau. Vor dem Niederösterreicher lenkte Josef L. (57) aus Hofkirchen an der Trattnach seinen Tankzug. Er hatte 22,7 Tonnen Maleinsäureanhydrid geladen. Eine hochexplosive Chemikalie, die zur Herstellung von Polyester verwendet wird.

Gerald G. übersieht den bremsenden Tankzug, fährt mit seinem Schlepper hinten drauf. Seine Kabine fängt sofort Feuer, Josef L. versucht noch mit Feuerlöschern die Flammen zu ersticken. Doch er hat keine Chance, Gerald G. stirbt.

Millionenschaden durch Gift
 aus dem Gefahrgut-Transporter

Durch den Brand des Gefahrgut-Lkw auf der A 1 ist laut Asfinag enormer Sachschaden entstanden. Die verbrannte Chemikalie Maleinsäureanhydrid, die bei der Herstellung von Polyester eingesetzt wird, hat die Betondecke der Autobahn im Unfallbereich schwer beschädigt. Auf rund 100 Quadratmetern muss sie erneuert werden. Abseits der Autobahn könnte der Schaden aber noch weit größer sein. Säure und Löschreste sind womöglich in Entwässerungsrohre und in die Gewässerschutzanlage geflossen.

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