Alko-Lenker: Todesfahrt neun Tage nach Entzug

Spaziergängerin getötet

Alko-Lenker: Todesfahrt neun Tage nach Entzug

Ein betrunkener Koch fuhr eine Fußgängerin tot. Vor Gericht erinnerte er sich an nichts.

Es sah aus wie ein mysteriöser Unfall – dank akribischer Ermittlungen stellte sich heraus, dass eine Steirerin (59) am 5. Jänner 2014 von einem Alkolenker getötet worden war: Am Dienstag stand der Koch Herbert H. (37) wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor Richterin Susanne Haas in Graz – der dritte Entzug ist eben gescheitert, der Führerschein wegen Alkohol zum vierten Mal weg. „Ich kann mich an nichts mehr erinnern. Ich brauche eine langfristige Therapie.“

Literweise Bier
Viel Bier habe er getrunken, dann wollte er nach Hause – auf der Uferstraße neben dem Stausee der Crash mit der Fußgängerin. Minuten später (und leider zu spät) schreiten zwei Passanten ein, nehmen dem torkelnden Koch den Autoschlüssel ab. „Wir wollten verhindern, dass etwas passiert.“ – „Ein Fall vorbildlicher Zivilcourage“, so die Richterin. Der Gutachter: Der Steirer ist alkoholkrank, war zurechnungsfähig. Wenn, dann kann nur eine Einweisung zum Entzug helfen. Die Richterin bejahte, dazu zwölf Monate unbedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

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