Böller-Drama war nur eine „Verwechslung“

Bruck an der Mur

Böller-Drama war nur eine „Verwechslung“

Die Ermittlungen nach dem Drama  laufen – auch gegen den Verletzten.

Zehn Stunden lang wurde der Ex-U 21-Spieler und die Neuverpflichtung vom SV Horn, Andi Schicker, im LKH Graz operiert – wie berichtet, konnten die Ärzte allerdings nur seine linke Hand und Teile des Armes amputieren, ob der wieder angenähte Daumen an der rechten Hand hält, ist noch ungewiss. Das gilt auch für die berufliche Zukunft des 28-jährigen Fußball-Profis.

Abgesehen von den Schmerzen und dem schrecklichen Verlust droht dem Steirer nun auch noch Ungemach von den Behörden.

Freund bei Detonation weggeschleudert
Demnach wurde Schicker nach dem Pyrotechnik-Gesetz wegen fahrlässiger Gefährdung angezeigt: Wie auch auf dem „Blitzknall-Böller“ groß zu lesen stand, hätte er zum Kracher – den er gar nicht kaufen und schon gar nicht in einer Gasse voller Nachtlokale zünden hätten dürfen – einen Mindestabstand von 30 Metern halten müssen.

Er selbst und sein Freund Christian S. (27), der weggeschleudert wurde, wimmerte gegenüber den Ersthelfern etwas von einer Verwechslung mit einem bengalischen Feuer – wie es in Fußballstadien verwendet wird. Die Kripo will und kann das nicht ausschließen.

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