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Nach Zugunglück

Bub schwebt weiter in Lebensgefahr

Nach dem Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Auto am Donnerstag in der Steiermark ist der Zustand des 6-jährigen Knaben weiter kritisch.

Nach dem schweren Zugunfall in der Oststeiermark am Donnerstag schwebt der sechsjährige Sohn des tödlich verunglückten Lenkers noch immer in Lebensgefahr. Auch die zweijährige Schwester des Kleinen hat schwerste Kopfverletzungen erlitten, so die Polizei. Der Gesundheitszustand sei am Freitagvormittag unverändert "schlecht", erklärte ein Beamter.

Vater auf der Stelle tot
Der Unfall hatte sich am Donnerstag gegen 9.55 Uhr bei einem unbeschrankten, mit Lichtanlage geregelten Bahnübergang in der Nähe von St. Margarethen/Raab im Bezirk Weiz ereignet. Ein Zug erfasste den Kleintransporter des 38-jährigen Familienvaters aus St. Marein bei Graz samt seinen beiden mitfahrenden Kindern. Alle Insassen wurden durch die Wucht des Aufpralls mit rund 100 km/h aus dem Auto geschleudert. Der Vater war auf der Stelle tot. Die Kinder mussten noch an der Unfallstelle wiederbelebt werden. Anschließend waren sie in die Kinderklinik des LKH Graz geflogen worden.

Berüchtigter Bahnübergang
Die Familie stammt aus St. Marein bei Graz. Der Vater war Clown. Während die beiden Kinder in eine Kinderklinik gebracht wurden, bekam die Mutter Unterstützung von einem Kriseninterventionsteam. Laut Polizei hat es schon öfter Unfälle an diesem Bahnübergang gegeben.

Abgelenkt
Über die genaue Unglücksursache gibt es derzeit nur Spekulationen. „An der Anlage kann es nicht gelegen haben. Das Lichtsignal funktionierte einwandfrei“, rätselt ein ermittelnder Beamter. Auch, dass Helmut E. von der Sonne geblendet wurde „ist auszuschließen“. „Es gibt keine Augenzeugen“, seufzt ein Ermittler: „Möglicherweise wurde er von seinen Kindern abgelenkt.“

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