Border Collie

Mooskirchen

Tierquäler wollte Rettungshund vergiften

Border Collie fraß in Wurst verpacktes Nervengift und überlebte nur knapp.

Ein Hund der österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB) ist am Montag in der Weststeiermark von einem Unbekannten vergiftet worden. Der hellbraune Border Collie hatte ein in Wurst verstecktes Nervengift, das der Täter über den Gartenzaun geworfen hatte, gefressen. Gleich danach bemerkte die Hundehalterin Krämpfe bei dem jungen Vierbeiner. Nur durch rasche Hilfe konnte der Tierarzt den Hund retten. Die Polizei forscht nun nach dem Tierquäler, hieß es am Dienstag seitens der ÖRHB.

Die 14 Monate alte Hündin durfte am Montag in den Garten, während die 39-jährige Halterin mit ihrem zweiten Hund im Haus blieb. Gegen Mittag zeigte der Vierbeiner Krampferscheinungen, zitterte und brach schließlich zusammen. Sofort brachte die Frau aus Mooskirchen (Bezirk Voitsberg) den Border Collie zum Tierarzt. Der diagnostizierte ein Nervengift, verabreichte vorsorglich gleich mehrere Gegenmittel und versetzte den Hund in Narkose.

Erst am Abend konnte der Veterinärmediziner Entwarnung geben, der Hund war "über den Berg", so Bundespressereferent der ÖRHB, Johannes Klug. Wäre niemand zu Hause gewesen und die Krämpfe des Tieres nur 30 Minuten später bemerkt worden, hätte es keine Rettung mehr gegeben. Die alarmierte Polizei entdeckte später im Garten vom Tier erbrochenes Wurstpapier. Die junge Hündin befinde sich laut Klug derzeit in der Ausbildung zum Rettungshund und wird vom 17-jährigen Sohn der Weststeirerin geführt.

Die Österreichische Rettungshundebrigade bildet Hundeteams speziell zur Vermissten- und Verschüttetensuche aus und bietet ihre Dienste kostenlos an. Nur ausgebildete Vierbeiner gehen in den Einsatz. Österreichweit steht im Notfall Tag und Nacht ein Netz an ehrenamtlich arbeitenden Rettungshundeführern mit ihren Vierbeinern bereit.

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