Alleine unterwegs

Holländer stürzte bei Tiroler Bergtour rund zehn Meter ab

Ein Jäger hörte die Hilfeschreie. 

Kufstein. Ein 58-Jähriger ist Samstagfrüh in Thiersee im Tiroler Bezirk Kufstein bei einer Bergtour mit seiner Lebensgefährtin rund zehn Meter abgestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Der Mann war zeitig aufgebrochen, um den Sonnenaufgang zu beobachten, brach die Tour dann aber ab und ließ die Frau alleine weitergehen. Beim Abstieg geriet er in unwegsames Gelände und fiel eine zehn Meter hohe Felswand hinunter. Ein Jäger hörte die Hilfeschreie und rief die Einsatzkräfte.

Der Wanderer aus den Niederlanden kam bei seinem Abstieg durch die weglose Ostflanke des Schönfeldjochs in unwegsames und immer steileres, teils schneebedecktes und bewaldetes Gelände. Bei seinem Absturz dürfte er sich zumindest eine Fraktur am Arm und mehrere blutende Wunden am Kopf zugezogen haben. Sein Smartphone hatte er verloren, schaffte es aber noch, einen nahen Graben hinabzusteigen. Durch Hilferufe machte der Holländer auf sich aufmerksam, die ein Jäger bei einer Futterstelle für Wildtiere hörte und die Bergwacht Thiersee und weitere Einsatzkräfte alarmierte. Der Notarzthubschrauber holte den Verunfallten mittels Taubergung aus dem unwegsamen Gelände und flog ihn ins Krankenhaus nach Kufstein.

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