Innsbruck: Großfahndung nach Einbrechern

Helikopter im Einsatz

Innsbruck: Großfahndung nach Einbrechern

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Suche nach Verdächtigen im Stadtteil Arzl erfolglos - kein Einbruch.

Zwei potenzielle Wohnungseinbrecher haben Freitagvormittag die Stadtpolizei Innsbruck auf Trab gehalten. Im Rahmen einer "größeren Tatortbereichsfahndung" standen rund 30 Beamte mit Hunden und einem Hubschrauber im Einsatz. Die Suche blieb vorerst erfolglos, teilte Einsatzleiter Hubert Rimml vom Stadtpolizeikommando mit.

Kurz vor 10.00 Uhr hatte eine Bewohnerin eines Mehrparteienhauses am Schusterbergweg im Stadtteil Arzl zwei verdächtige Männer wahrgenommen, die Objekte ausgekundschaftet hatten. "Zu einem Einbruch ist es nicht gekommen, es kam niemand zu Schaden", versicherte Rimml. Allerdings dürften die Verdächtigen einige Zeit zuvor ebenso zwischen etwas nördlich gelegenen Wohnhäusern herumgestreift sein und sich auffällig verhalten haben.

Von Zeugen wurden die zwei als zwischen 20 und 30 Jahre alt beschrieben. Die Männer waren von schlanker Statur und dunkel bzw. schwarz bekleidet. Einer von ihnen trug zudem dunkle bzw. schwarze Turnschuhe, einer hatte "gebräunte" Gesichtsfarbe.

Laut Rimml sei diese Jahreszeit für Tages- und Dämmerungswohnungseinbrüche typisch. Rimml appellierte an die Bevölkerung, sich "bei verdächtiger Wahrnehmung in jedem Fall bei der Polizei zu melden". Der Spätherbst sei für Einbruchsdelikte besonders beliebt - und dabei stünden besonders ebenerdig gelegene Fenster- und Terrassentüren im Visier der Täter. "Wohnungseinbrecher haben ein 'geschultes' Auge für Schwachstellen bei Wohnungseingangs-und Terrassentüren bzw. Fenstern", erklärte der Kriminalbeamte.

Leider würden Wohnungseingangstüren immer noch Türbeschläge aufweisen, die nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entsprächen. "Wohnungen mit Sicherheitsbeschlägen bleiben in 99 Prozent der Fälle unberührt, da der Aufwand für die Täter viel zu groß ist bzw. solche Schlösser 'unter normalen Verhältnissen' kaum zu überwinden sind", sagte Rimml. Ansonst sei es für die Täter "mit sehr geringem Aufwand und sehr schnell möglich", in die Wohnung einzubrechen.

"Hauptbeute sind beinahe ausschließlich Bargeld und Schmuck", teilte der Kriminalbeamte mit. Nach Angaben der Landespolizeidirektion von Freitag hatten bei Einbrüchen am Donnerstag Unbekannte sowohl in Breitenwang (Bezirk Reutte) als auch in Innsbruck Ähnliches erbeutet. Weiters stahlen die Täter eine Markenhandtasche und Tafelsilber. Der Schaden beläuft sich in beiden Fällen auf mehrere tausend Euro.

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