Von italienischen Medien gelüftet wurde die Identität jenes Österreichers, der bei einem Basejump in seinem Wingsuit am Monte Brento in den Gardasee-Bergen in Italien vor den Augen seines Freundes - der alles mitfilmte - ums Leben kam.
Der verstorbene Extremsportler Philipp H. hatte erst im Dezember seinen 44. Geburtstag gefeiert.
Wien, Trient. Philipp H. ein 44-jähriger Basejumper aus Wien, ist das Opfer des schrecklichen Unfalls , der sich am Montag, den 5. Januar, am Monte Brento im Sarca-Tal ereignet hat. Geplant war ein Sprung vom Spartacus-Ausstieg, der von einem Extremsport-Freund in einem atemberaubenden Video festgehalten werden sollte, wie davor schon so viele andere Clips, die H. in den sozialen Medien geteilt hatte. Doch dann ging etwas furchtbar schief.
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Wie berichtet, verlor er plötzlich die Kontrolle und stürzte an einem steilen Hang der darunterliegenden Felswand ab. Der geschockte Begleiter setzte einen Notruf ab. Die zentrale Leitstelle alarmierte einen Rettungshubschrauber, der den Körper des verunglückten Basejumpers bei einem ersten Überflug lokalisieren konnte. Ein Heli-Retter und das medizinische Team wurden daraufhin per Seilwinde abgesetzt, konnten jedoch nur noch den Tod feststellen. Der Leichnam wurde anschließend per Hubschrauber in die Ortschaft Gaggiolo di Dro ausgeflogen.
Die Täler im Trentino sind wegen der starken Winde bei Basejumpern besonders beliebt. Doch immer wieder ereignen sich dort tödliche Stürze. Erst am Neujahrstag war ein Slowene auf dem Berg Cima Capi zwischen dem Ledrotal und dem Gardasee tödlich verunglückt.
Zum Todes-Drama um Philipp H., der in der Region schon mehrere Sprünge absolviert hatte, meint Experte und Ausbildner Maurizio di Palma: "Es war ein technisch anspruchsvoller Sprung für Experten, kombiniert leider mit suboptimalen Bedingungen und menschlichem Versagen bei einer zu schnellen Kurve, die aufgrund der Kälte zu einem Höhenverlust führte." Insgesamt sechs Österreicher waren zum Monte Brento gekommen, die meisten sprangen von dem etwas sicheren Einstiegspunkt am Becco dell’Aquila, während die beiden erfahrensten, Philipp H. und sein Freund, den Spartacus-Ausstieg wählten.