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Chronik

Tödliche Dreiecks-Beziehung

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Opfer lebte mit zwei Geliebten - Beamter soll sie erstochen haben.

Es war eine Dreiecksbeziehung zwischen einer Frau und zwei Männern, über die ganz Wr. Neustadt tuschelte und die in einer tödlichen Tragödie endete: Am 21. August des vergangenen Jahres geriet der HTL-Ingenieur Klaus K. (51) derart außer Kontrolle, dass er seine Dauergeliebte Ulrike J. (47) gewürgt, geschlagen, ihr einen Müllsack über den Kopf gestülpt und sie dann erstochen haben soll. Für den angeklagten Beamten des Magistrats gilt die Unschuldsvermutung.

Klaus K. steht seit Dienstag wegen mutmaßlichen Mordes vor dem Schöffengericht. Er räumt die Tat ein, spricht jedoch von schwerer Körperverletzung mit tödlichem Ausgang.

Zu dritt saßen sie beim Prosecco zusammen
Sein Verteidiger Michael Dohr geht von einer Affekthandlung aus, als es vor dem Eissalon von Ulrike J. zum Drama kam. Das Lokal betrieb die Geschäftsfrau gemeinsam mit ihrem langjährigen Lebensgefährten. Gleichzeitig aber ging sie über die vergangenen drei Jahre immer wieder eine Beziehung mit dem Beamten ein. An jenem Abend saßen alle drei vor dem Eissalon, plauderten, tranken gemeinsam Prosecco. Als der Lebensgefährte frühzeitig zu Bett ging, blieben die beiden anderen sitzen. Gegen 3 Uhr in der Früh kam es zur tödlichen Auseinandersetzung, als Ulrike J. ihren Verehrer an die Luft setzen wollte. Er hatte sich wieder ein Abenteuer versprochen.

„Er hat das Opfer
über alles geliebt“
Der Verteidiger: „Den Sack hat er ihr aus Panik über den Kopf gezogen und aus Scham darüber, was er ihr angetan hatte und um das Blut nicht sehen zu müssen. Er hat das Opfer über alles geliebt.“

Drei Wochen lebte die Eissalon-Besitzerin noch, dann starb sie an den Folgen der Attacke. Ihr Lebensgefährte fordert als Nebenkläger 35.000 Euro Entschädigung. Der Prozess wurde vertagt.

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