Neue Entwicklungen gibt es im Fall der ermordeten vierfachen Mutter Zoja O., die von ihrem getrennt lebenden Ehemann angeschossen und brutal erstochen wurde. Wie oe24 erfuhr, wurde ein Landsmann des Albaners - der Ex-Knacki soll ihm die Schusswaffe verkauft haben - verhaftet.
Mit so einer 9mm-Beretta schoss David O. (47) auf die Mutter seiner vier Kinder.
NÖ. Wie berichtet, ergab das vorläufige Obduktionsergebnis, das an der am Ostermontag in Sooß getöteten Zoja O. (38) vorgenommen wurde, drei Schuss- und mehr als 40 Stichverletzungen. Letztere wurden der Albanerin mit unfassbar wuchtigen Hieben mittels eines Schraubenziehers zugefügt, die der Mann ebenso wie die Pistole zu der Aussprache mitgenommen hatte.
Der bekannte Strafverteidiger Manfred Arbacher-Stöger vertritt den Femizid-Verdächtigen.
Beretta um 900 Euro von Ex-Knacki gekauft
Bei der Pistole, mit der David O. - der vom Anwalt Manfred Arbacher-Stöger verteidigt wird - auf seine (Ex-)Gattin gefeuert hat, handelt es sich um eine Beretta 9mm, die der 47-Jährige bei einem Landsmann in Wiener Neustadt um 900 Euro gekauft hat. Jetzt der Knalleffekt: Der Waffen-Dealer (45), der dem späteren mutmaßlichen Frauen-Killer beim Treffen auch drei weitere Pistolen angeboten hätte - unter anderem eine Zastava oder eine belgische Pistole - ist kein Unbekannter. Sondern ein Intensiv-Gewalttäter, der 16 Jahre in Stein in Haft gesessen war und sogar zwei Jahre mehr absitzen musste, weil er sich hinter Gittern so aufgeführt haben soll. Erst seit wenigen Monaten ist er wieder auf freiem Fuß - und sofort wieder in illegale Geschäfte verstrickt.
Mordopfer Zoja S. wurde tot und unter Laub verscharrt in ihrem Garten in Sooß gefunden.
Security mit 11 Schüssen niedergestreckt
Die Haftstrafe ausgefasst hatte A. M. übrigens, weil er 2007 einen Security-Mann vor der Badener In-Disco "Club 2" mit 11 Schüssen aus einer Pistole niedergestreckt und schwer verletzt hatte. Er wurde per Lichtbild gesucht, gefasst und kam, verurteilt wegen Mordversuchs, nach Stein.
Als Beitragstäter zum Mord bzw. versuchtem Mord (die Schüsse auf die Vierfach-Mutter waren nicht die Todesursache) wird sich der Waffendealer, der am Dienstag verhaftet wurde, auch diesmal verantworten müssen. Denn: Er soll genau Bescheid gewusst haben, was der Käufer damit vorhatte und es soll ihm "völlig egal gewesen sein", dass es damit zu einem Femizid kommen würde. Verpfiffen wurde er übrigens vom Waffen-Käufer und Frauen-Killer David O.
Für beide gilt die Unschuldsvermutung.