Volkshochschulen Wien bezieht Stellung

"Schimpfen in Wien"

Volkshochschulen Wien bezieht Stellung

Es gehe darum, "den Deutschlernenden zu ermöglichen, Schimpfwörter zu erkennen, wenn sie davon betroffen sind".

Die Wiener Volkshochschulen (VHS) haben am Dienstag eine "Klarstellung" veröffentlicht, weil ihrer Meinung nach "in der Berichterstattung in Folge der APA-Meldung 0105 vom 17. März 2013 das Deutschkursgeschehen an der VHS Meidling sehr einseitig und unkorrekt dargestellt wurde". Der Minikurs „Schimpfen in Wien“ habe "wenig mit der Darstellung zu tun, die in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde". Weder jetzt noch in Zukunft würden "Kurse angeboten werden, die Beschimpfungen lehren oder fördern". Die VHS Wien distanziere sich "klar von aggressiven Kommunikationsformen".

Peter Prantl von der Marketing & Kommunikationsabteilung der VHS betonte auf Anfrage der APA, es gehe nicht darum, sich von dem Minikurs "Schimpfen in Wien" zu distanzieren. In solchen Formaten gehe es darum, "den Deutschlernenden zu ermöglichen, Schimpfwörter zu erkennen, wenn sie davon betroffen sind. Ebenfalls soll verhindert werden, dass MigrantInnen unabsichtlich abfällige Bemerkungen tätigen, ohne sich dessen bewusst zu sein", erklärte die VHS Wien. Man fördere gezielt den freundlichen und wertschätzenden Austausch aller Bevölkerungsgruppen.

"Unsere SprachkursteilnehmerInnen lernen Deutsch nicht nur im Unterricht, sondern schnappen auch im Alltag immer wieder Begriffe auf, die unverständlich sein können. Wir stellen unseren TeilnehmerInnen einen geschützten Rahmen zur Verfügung, in dem sie sich nach all den Wörtern erkundigen können, die für Sie missverständlich sind", hieß es weiter. "In Angeboten wie 'Deutsch im Park' versucht die VHS Wien jedes Jahr gezielt an öffentlichen Plätzen Menschen das Deutschlernen schmackhaft zu machen. Bei Projekten wie 'Mama lernt Deutsch' wird gezielt auch die Elterngeneration angesprochen, um zu zeigen, dass es nie zu spät ist, eine neue Sprache zu lernen."

Ob es den Minikurs "Schimpfen in Wien" weiter geben wird, ist Prantl zufolge noch unklar. "Das ist auch in der Programmplanung noch offen", sagte er.

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