Die immersive Ausstellung "Die Legende der Titanic" hat seit ihrer Eröffnung einen beispiellosen Erfolg verbucht und bereits 170.000 Besucher in ihren Bann gezogen. Aufgrund des enormen Publikumsinteresses wurde die Schau in der Marx Halle bis zum 03. Mai verlängert.
170.000 verkaufte Tickets in wenigen Monaten. Die Ausstellung "Die Legende der Titanic" begeistert seit Oktober ein riesiges Publikum in der Wiener Marx Halle und wird nun bis 3. Mai verlängert.
Kurator Juan Cruz Ercoreca reist dafür aus Barcelona an und erweitert die Schau persönlich. "Ich hätte mir nie gedacht, dass die Ausstellung so beliebt sein würde. Es ist mir eine große Freude, wieder in Wien zu sein und meine Sammlung mit den Besuchern zu teilen", sagt der Kurator.
Luxusstücke mit Geschichte
Neu zu sehen ist eine silberne Obstschale von Elkington & Co. Ein detailreiches Relief aus Früchten und Weinblättern steht für den Luxus an Bord, wo selbst auf hoher See frische Beeren und exotische Früchte serviert wurden.
Auch ein exklusives Tafelwasser-Service ergänzt die Ausstellung. Silberne Halterungen hielten einst torpedoförmige Flaschen sicher am Tisch. Das Eisberg-Relief auf dem ausgestellten Stück sollte ursprünglich Reinheit symbolisieren und wirkt heute wie eine düstere Vorahnung.
Kardanische Lampen vom Schwesterschiff RMS Olympic zeigen technische Raffinesse. Ihre bewegliche Aufhängung glich das Schwanken aus und machte sie zu vielseitigen Lichtquellen in der Ersten Klasse. Ein mehr als 115 Jahre alter Kristall-Eiseimer aus dem Raucherzimmer erinnert an Abende mit Kartenrunden und kühlen Drinks.
Eine Herzensangelegenheit
"Normalerweise werden Stücke, die eine private Sammlung erweitern, nicht so einfach mit der Öffentlichkeit geteilt. Umso mehr freut es mich, dass bereits 170.000 Besucher Teile meiner Sammlung entdecken konnten und für zukünftige Gäste nun noch weitere Exponate die Ausstellung bereichern", betont Ercoreca.
Seine Motivation reicht weit zurück. "Es fühlt sich an, als würde ich etwas zurückgeben. Ich komme aus Buenos Aires, und als Kind gab es dort absolut nichts, was mit dieser Ausstellung vergleichbar wäre. Wenn ich heute einem Kind diese Originale zeigen kann und sie Dinge, die sie vielleicht aus dem Film kennen, im echten Leben wiedererkennen, ist das etwas sehr Schönes", erzählt er.
Und er denkt an die Zukunft. "Ich besitze diese Gegenstände zwar, aber ich werde eines Tages nicht mehr da sein, der Mythos der Titanic hingegen lebt weiter. Ich sehe es als meine Mission, diesen Mythos mit meiner Sammlung am Leben zu erhalten und die Geschichte an künftige Generationen weiterzugeben", sagt der Kurator.