Bierwirt bricht heute Schweigen

Opfer Marija gestern beerdigt

Bierwirt bricht heute Schweigen

Anwalt des Verdächtigen will heute erstes Statement zum 9. Frauenmord abgeben. 

Eine fatale On-Off-Beziehung, die schon seit der Schulzeit bestand, endete am 30. April mit einer Bluttat, die das ganze Land bis heute tief schockiert und bewegt. Denn der Verdächtige Albert L. war amtsbekannt – und auch als Bierwirt, der die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer beschimpfte und deshalb vor Gericht stand, zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt. Er soll seine Ex-Freundin Marija, die Mutter seiner Kinder, durch einen Kopfschuss getötet haben.

Schweigen. Nun sitzt er in U-Haft in der Wiener Josefstadt, wird dort wegen Gefahr für sein Leben bewacht – und schwieg bis dato über das Motiv der Tat. Am 30. April ging er zu seiner Ex-Liebe, die erst wenige Tage vorher mit ihm endgültig Schluss gemacht haben soll, und schoss ihr in den Kopf. Bei bei der Festnahme hatte er drei Promille Blutalkohol.
Statement. Heute will sein Anwalt Gregor Klammer ein erstes Statement im Namen seines Mandanten veröffentlichen. Ob er auf Unzurechnungs­fähigkeit aufgrund seines Vollrausches – gesetzlich wäre dies haftmindernd – plädiert, ist noch offen.

Opferanwältin Astrid Wagner kämpft jedenfalls für die Familie von Marija darum, dass er lebenslang hinter Gitter wandert.

Amtsbekannt, Vorstrafen – droht jetzt lebenslang

Abschied. Gestern wurde die 35-jährige zweifache Mama in Wien in einem ­weißen Sarg beigesetzt. Ihr Tod wird die Justiz und die Politik noch lange beschäftigen. Wie ÖSTERREICH ­berichtete, habe Albert L. auch den Vater seiner damaligen Freundin mit dem Umbringen bedroht. Es kam nie zur Anzeige.
Dennoch: Bei mindestens sieben Vorstrafen stellt sich die Frage, ob dieser Mord zu verhindern gewesen wäre. 

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