Die Polizei rückte am Samstagabend mit einem Großaufgebot in der Inneren Stadt an, um die dortige Raser- und Poser-Szene unter Kontrolle zu bringen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag verwandelte die Exekutive die Innere Stadt in eine Kontrollzone für Raser und PS-Poser. Ein groß angelegtes Planquadrat sorgte für ordentlich Wirbel in der Szene und bescherte den Beamten eine lange Nacht. Von 19 Uhr am Abend bis tief in die Nacht um 2 Uhr morgens nahmen die Einsatzkräfte jene Lenker ins Visier, die den ersten Bezirk seit Wochen als private Rennstrecke missbrauchen.
Ende der Geduld für Lärm-Sünder
Hintergrund des massiven Einsatzes war eine regelrechte Beschwerdeflut leidgeprüfter Anrainer. Die Bewohner der Innenstadt haben zuletzt immer häufiger über den unerträglichen Lärm und gefährliche Situationen durch aufheulende Motoren geklagt. Der Bezirk reagierte schließlich auf den Druck der Bevölkerung und suchte das Gespräch mit der Polizei. Mit der aktuellen Schwerpunktaktion folgte nun die klare Antwort auf das rücksichtslose Verhalten der Poser-Szene.
Bilanz: 93 Anzeigen
Die Bilanz der Schwerpunktaktion fällt nach den nächtlichen Kontrollen umfangreich aus. Neben illegalen Fahrzeugumbauten ahndeten die Einsatzkräfte auch Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sowie Lärmerregung. 93 Anzeigen wurden erstattet, in vier Fällen erfolgten Anzeigen durch einen Schnellrichter. 57 Organmandate wurden ausgestellt, 34 Alkovortests durchgeführt und 13 Fahrzeuge der Landesfahrzeugprüfstelle vorgeführt mit dem Verdacht auf unzulässige Veränderungen am Fahrzeug. Für einen Lenker endete die Fahrt mit der vorläufigen Abnahme seines Führerscheins.
Bezirkschef Figl: "Regelverstöße werden nicht toleriert"
Bezirksvorsteher Markus Figl ließ es sich nicht nehmen und machte sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort. "Die Beschwerden aus der Bevölkerung nehmen wir sehr ernst. Es ist wichtig, dass hier konsequent gehandelt wird. Die Aktion zeigt klar, dass Regelverstöße nicht toleriert werden“, betont Figl.
Die Polizei wird weiterhin Kontrollen in diesem Bereich durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner nachhaltig zu verbessern.