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Neue schockierende Details

Demo-Mob war mit Messern bewaffnet

Nach Demos von Corona-Leugnern und FPÖ eskalierte Samstagabend die Gewalt.

Wien. Ein Hauch Trump? FPÖ-Klubchef Herbert Kickl hat am Samstag am Heldenplatz und im Prater nicht zum Sturm etwa aufs Parlament aufgerufen wie Donald Trump. Trotzdem eskalierte am Samstagabend ausgerechnet im 2. Bezirk, dem früheren Judenviertel, die Gewalt: Ein Mob aus Corona-Leugnern und Neonazis stürmte ein Versicherungsgebäude. Die Fakten – beruhend auf Polizeiangaben:
 
  • Nach der (legalen) FP-Demo im Prater zogen Tausende Richtung Innenstadt. Weil die Polizei verhindern wollte, dass sie in die überfüllte Innenstadt kommen, sperrte sie die Donaukanalbrücken. Gegen 18.30 Uhr wurde der Zug in der Oberen Donaustraße angehalten, um die Identität der illegalen Demonstrierer festzustellen. Wie ein Video zeigt, drangen Dutzende gewaltsam in ein Versicherungsgebäude ein – 22 wurden in der Garage festgenommen.
  • Verletzte: Ein Wachmann stellte sich den Randalierern in den Weg – er erlitt einen Beinbruch. Zudem gab es vier verletzte Polizisten.
  • Bilanz des Tages: Insgesamt 42 Festnahmen, 60 Personen wurden strafrechtlich angezeigt. 3.000 Anzeigen gab es wegen Verstößen gegen Corona-Regeln und Demo-Verboten.

Hitlergrüße und Messer bei FPÖ-Kundgebungen

 

  • Neonazis in Aktion: Gewalt, Hitlergrüße und Waffenfunde gab es nicht nur bei der illegalen Demo am Ring – sondern auch bei den FPÖ-Kundgebungen. So vermerkt der Polizeibericht eine Festnahme eines Mannes, der „nächst der FPÖ-Kundgebung“ am Heldenplatz (!) die Hand zum Hitlergruß gehoben hatte – es wurde auch ein Messer abgenommen, Auf den Weg zur FPÖ-Demo im Prater ging eine Demonstrantin auf Polizisten los und versuchte sie zu beißen. Ein Mann zeigte den Hitlergruß. Insgesamt hat es drei Anzeigen nach dem Verbotsgesetz und zwei Festnahmen gegeben.
  • Auch Kickl angezeigt: Wegen Verstoßes gegen Corona-Maßnahmen wurde auch FPÖ-Klubchef Kickl selbst angezeigt. Dazu sei, hieß es aus der Polizei, keine Amtshandlung nötig. Man kenne den Ex-Minister ja. (gü)
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