Polizei-Statistik

Die neue Corona- Kriminalität

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Die Auswertung aller Anzeigen des Vorjahres: Immer mehr Kriminelle im Internet. 

Wien. Die Pandemie als Kriminalitäts-Bremse. Im Vorjahr wurden 410.957 Straftaten bei den Behörden angezeigt, das sind um 5,3 % weniger als im Jahr zuvor. Das ist die gute Nachricht der Präsentation der jährlichen Kriminalitätsstatistik.

Historisch. Es ist der geringste Wert der vergangenen 10 Jahre. „Strafbare Handlungen sind auf einem historischen Tiefstand angelangt“, sagt VP-Innenminister Gerhard Karner. Fünf Bereiche zeigen jedoch sehr deutliche Anstiege:

Lockdown: 20.213 Anzeigen nach Gewalt zuhause

Corona-Demos. Die Demonstrationen der Impf- und Maßnahmen-Gegner sorgten für 600.000 Einsatzstunden der Polizei. Dabei gab es 25.550 Anzeigen. Etwa 60 Beamte wurden dabei verletzt. Es kam zu 400 Festnahmen.

Verbotsgesetz. 1.671 Anzeigen gab es nach dem NS-Verbotsgesetz im Vorjahr. Im Jahr davor waren es „nur“ 801 Anzeigen. Das bedeutet einen Anstieg von 109 %! „Es ist die notwendige Aufgabe, dass wir gegen jedwede Form des Antisemitismus vorgehen“, sagte Minister Karner.

Schlepper. Verdoppelt haben sich auch die Anzeigen gegen Schlepper. Im Vorjahr waren es 3.570. Alleine im Burgenland kam es zu 1.602 Fällen. Etwa 400 Hintermänner wurden festgenommen.

Internet. Die Kriminalität hat sich von der physischen Tat ins Virtuelle verlagert. 2021 gab es 46.179 Cybercrime-Anzeigen. Hierbei kam es zu einem Anstieg von fast einem Drittel (+29%).

Gewalt. Wohl ein Resultat der Lockdowns: Einen kräftigen Anstieg gibt es bei Gewalt in der Privatsphäre, also in den Haushalten: 20.213 Anzeigen (+10 %). 

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