Projektleiterin muss gehen

Energetik-Affäre im KH Nord gipfelt in Rauswurf

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KAV leitet in den nächsten Tagen Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft weiter.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat in Reaktion auf die am Donnerstag bekannt gewordene Beauftragung eines "Bewusstseinsforschers" für das Krankenhaus Nord um 95.000 Euro die Projektleiterin des KH Nord abgezogen. Der Auftrag zur "energetischen Reinigung" wurde von der langjährigen Programmleiterin in Auftrag gegeben, gab KAV-Direktor Herwig Wetzlinger in einer Aussendung bekannt.
 
Sie wurde mit sofortiger Wirkung von ihrer Leitungsfunktion entbunden. Die Innenrevision sei beauftragt worden, um den Sachverhalt zu überprüfen. In den nächsten Tagen werde außerdem eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. "Das ist keine Anzeige, denn es besteht derzeit kein Verdacht auf einen strafrechtlich relevanten Tatbestand", betonte Wetzlinger. Es handle sich um eine vorbeugende Maßnahme, die der Transparenz und Aufklärung diene. Zudem werde ein Disziplinarverfahren gegen die Programmleiterin angestrengt. In diesem Verfahren könne die Mitarbeiterin auch ihre Sicht der Dinge einbringen, so der KAV-Direktor.

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