Ermordete Hadishat: Protokoll des Grauens

Wien

Ermordete Hadishat: Protokoll des Grauens

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Das Gerichtsgutachten über Robert K. (17) offenbart die kranke Welt des Schülers.

Das fast 100-seitige Gutachten über Gymnasiast Robert K., den mutmaßlichen Mörder der kleinen Hadishat (7), liest sich wie das Protokoll des Grauens. Es zeigt die schwerwiegende Persönlichkeitsstörung eines 17-Jährigen, der wissen wollte, „wie es sich anfühlt, zu töten“. Der das Mädchen in der Duschtasse der elterlichen Wohnung erstochen haben soll, weil die Kleine etwas gesehen hatte, was sie nicht hätte sehen sollen. Inzwischen behauptet er, mit dem Mordopfer zu sprechen und fühlt sich von „kleinen, blassen Mädchen mit zerfetzten Gesichtern verfolgt“.

In dem Gutachten schildern zwei Freunde von Robert K., dass dieser eigentlich ein anderes Mädchen töten wollte. Er sei in eine Mitschülerin aus einer Parallelklasse verliebt gewesen, diese habe ihn abgewiesen.

© privat
Hadishat Täter RObert K.

Der Mordverdächtige: Robert K.

Freunde meldeten Tat 
nicht bei der Polizei

Getroffen haben sich die beiden dennoch am Fuße des Kahlenberges. In seiner Jackentasche hatte Robert jenes Messer dabei, mit dem er später Hadishat getötet haben soll. Ein Klassenkamerad: „Er wollte ihr den Kopf abschneiden und diesen neben die Leiche legen. Er tat es aber nicht, weil zufällig eine Polizeistreife vorbeifuhr. Das Verbrechen an seinem Nachbarskind gestand er über WhatsApp seiner besten Freundin. Sie ging nicht zur Polizei, weil sie „Verständnis für seine Gedanken“ hatte. Einem Freund aus dem Gemeindebau zeigte er das tote Mädchen, nachdem dieser zehn Minuten nach der Tat geklingelt hatte. Auch er unternahm nichts. Stattdessen gingen die beiden zum Essen. Selbst wenn Robert K. schwer gestört ist, der Gutachter geht von Zurechnungsfähigkeit aus. Dem 17-Jährigen wird der Mordprozess gemacht, ihm drohen 15 Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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