22 Clan-Mitglieder verhaftet

Größte Einbrecher- Bande gefasst

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Spektakulärer Zugriff durch Ermittler des LKA: Sie fassten eine Mafiabande.

Das war um die Weihnachtszeit des vergangenen Jahres Kriminaltourismus der besonderen Art: In Wien und Niederösterreich sind Einbrecherbanden in Mannschaftsstärke aus Albanien und dem Kosovo wie die Heuschrecken eingefallen, sind in Geschäftsräume, Villen und Häuser eingebrochen. Jetzt sitzen 22 Verdächtige in U-Haft, die 70 Einbrüche mit 300.000 Euro Beute verübt haben sollen.

Einbrüche, obwohl die ­Opfer zu Hause waren
Insgesamt setzten die Fahnder der LKA-Außenstelle West acht Gruppen von Einbrechern fest, die in Kontakt zueinander standen. Die Gruppen waren jeweils auf eine bestimmte Art von Einbrüchen spezialisiert – eine Gruppe auf Autos, eine andere auf Villen. Das Gemeinsame: Die Kosovaren und Albaner nutzten jeweils die frühe Dämmerung. „Die Verdächtigen waren rücksichtslos. Sie waren bereit, einzubrechen, auch wenn die Opfer zu Hause waren“, sagte Oberst Georg Rabensteiner auf einer Pressekonferenz mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP).

Die Ermittler hatten schon im November den Tipp bekommen, dass die Bande sich auf den Weg nach Österreich machen würde. Die LKA-Gruppe Winkler heftete sich mit Observationen und Telefonüberwachungen an ihre Fersen.

Die 22 Einbrecher gingen täglich auf Tour und plünderten alles – vom Blumengeschäft bis zur Autowerkstätte. Sie traten in Gruppen von bis zu vier Mitgliedern auf, hatten Wien unter sich aufgeteilt. „Durch die Festnahme wurden weitere Straftaten verhindert“, sagte Ministerin Mikl-Leitner. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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