Handgranaten-Mord: Dejan V. wollte "weg"

Prozess in Wien

Handgranaten-Mord: Dejan V. wollte "weg"

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Der Mitangeklagte ließ sich in Serbien auf eigene Kosten behandeln.

Der Drittangeklagte im Handgranatenprozess Dejan V. wurde bei dem Anschlag in der Odoakergasse selbst am Oberschenkel und der Hüfte verletzt.

Seine Verletzungen hatte Dejan V. allerdings nicht in Österreich behandeln lassen, obwohl er hier sozialversichert war. Er ließ sich stattdessen von einem Onkel nach Serbien chauffieren, wo er für die nicht unbeträchtlichen Behandlungskosten selbst aufkommen musste. Den Ärzten in seiner ursprünglichen Heimat erklärte er, er hätte sich bei einem "Sägewerksunfall" verletzt.

Handgranaten-Prozess-Start in Wien

„Ich weiß nicht, wie ich damit leben kann…“
Darauf angesprochen, antwortete der 30-Jährige dem Schwurgericht (Vorsitz: Martina Krainz), er habe das Land verlassen, weil er "weg von Kristijan wollte. Ich hab' mir gedacht, vielleicht bringt er mich auch noch um". Er habe aufgrund des Doppelmordes, den er mitansehen musste, "ein Trauma bis heute noch. Ich weiß nicht, wie ich damit leben kann, was der Kristijan da aufgeführt hat". Nachdem Dejan V. Anfang April nach Österreich zurückgekehrt war, klickten für ihn, Kristijan H. und Renata H. - die mitangeklagte Schwester des Hauptangeklagten - die Handschellen.

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