Homo-Ampel-Fans formieren sich im Internet

Wien

Homo-Ampel-Fans formieren sich im Internet

Facebook-Gruppe hat schon mehr als 10.000 Unterstützer.

Auf 120 Wiener Fußgängerampeln finden sich heterosexuelle, homosexuelle und lesbische Pärchen. Die als Zeichen für Toleranz angebrachten Sujets sollen allerdings nur temporärer Natur sein. Ende Juni sollen die Pärchen wieder entfernt werden. Nun hat sich eine neue Facebook-Initiative zum Ziel gesetzt, die Ampelmännchen und -weibchen zu erhalten. Die erst am Donnerstag gegründete Gruppe "Die Wiener Ampelpärchen sollen bleiben" hat schon mehr als 11.000 Unterstützer gefunden.

VIDEO: Ampel-Befürworter auf Facebook und Co



Aktion ging um die Welt
Die Ampelpärchen hatten nicht nur in Wien für großes Aufsehen gesorgt. Vom US-Sender NBC über die Washington Post bis hin zu Spiegel, Süddeutscher Zeitung und zahllosen Medien aus Spa nien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden ging "Stopp - im Namen der Liebe" um die Welt. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou freute sich riesig über den "unglaublichen Werbewert dieser Aktion für Wien".

FPÖ klagt
Die Wiener Opposition findet das aber gar nicht lustig: Die ÖVP tobt (Parteichef Manfred Juraczka: "Während in dieser Stadt 150.000 ohne Arbeit sind, leistet sich die Stadtregierung den nächsten Geniestreich"). FPÖ-Chef Johann Gudenus wettert gegen die "homosexuellen Ampelmännchen", will Vassilakou sogar wegen Amtsmissbrauchs anzeigen und kündigt wutentbrannt einen Misstrauensantrag im Gemeinderat an.

VIDEO: Weltweites Aufsehen für Homo-Ampeln

 



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