Trotz Betreuung
Jugendamt: Afghane war unbelehrbar
Für Wirbel sorgte die Meldung, dass der im Mordfall Leonie hauptverdächtige Afghane (18) in einer Gemeindewohnung lebte -die hatte ihm das Jugendamt, die MA 11, besorgt. ÖSTERREICH fragte nach, wie gut er zuletzt betreut wurde:
Intensiv. Der Afghane wurde seit 2015 "intensiv" betreut, heißt es aus der MA 11. Es gab regelmäßige Hausbesuche, Kontakt (in Form von SMS bis hin zu Freizeitaktivitäten) und Sozialarbeiter, die sich um ihn bemühten. Als er 18 Jahre alt wurde, wurden die Hilfen verlängert -normalerweise werden nur Jugendlichen unter 18 Jahren unterstützt. Er brauche noch Zeit, hieß es.
Nichts half. Als der Flüchtling dreimal straffällig und verurteilt wurde, u. a. wegen räuberischen Diebstahls, kamen noch Bewährungshelfer hinzu. Man vermittelte ihm eine Lehrstelle als Koch, die er abbrach. Dann jobbte er in der Gastronomie. Das Jugendamt stellte ihm eine Gemeindewohnung bereit und half sogar bei der Finanzierung.
Trotz aller Versuche, ihm zu helfen, wurde der 18-Jährige aber straffällig - und gilt nun sogar als Hauptbeschuldigter im Mordfall Leonie.
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