Legionellen im Sozialbau

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Legionellen im Sozialbau

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Mieter aus Sozialbau schlägt Alarm: Hausverwaltung urgiere immer noch nicht.

Kagran. Werner Kellner, der Mieter im Sozialbau in der Markomannenstraße 13 im 22. Bezirk ist, hat sich erneut verzweifelt an ÖSTERREICH gewandt: „Jetzt ist klar, weshalb meine Goldfische qualvoll in meinem Aquarium verendet sind: Unser Leitungswasser ist mit Legionellen verseucht! “

Problem. Das Problem sei der zuständigen Hausverwaltung bekannt, urgiert habe sie jedoch nicht – ÖSTERREICH hatte darüber berichtet. Daher ließ Kellner auf ­Eigeninitiative eine Wasserprobe im Labor der AGES (Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene) untersuchen, dieses stellte Legionellen fest.

Befund. Laut Befund der AGES weist das Wasser einen 44-fach höheren (!) Wert als der Grenzwert auf: 880 / 20 und 970 / 20. Besorgniserregend ...

Problem. Zehn Stiegen des Sozialbaus in der Markomannenstraße 13 haben seit Monaten nur sporadisch Warmwasser. Im kalten Wasser können sich jedoch die gesundheitsschädlichen Legionellen rasant vermehren, das kalte Wasser ist ein Nährboden.

Kellner klagt: „Das verseuchte Wasser trinken wir täglich und baden darin!“

Sozialbau. Auf Nachfrage behauptete die Hausverwaltung: „Ein Spülen der Warmwasseraufbereitung und des Stranges ist schon erfolgt und ein zweiter Durchgang erfolgt morgen und am 6. Juli.“

Kellner bestreitet das: „Es ist noch keine Durchspülung der Leitungsstränge erfolgt.“ Diese würde aber ohnehin wenig helfen.

Lösung. Laut dem Mieter könne das Problem erst gelöst werden, wenn die Hausverwaltung das Kaltwasser-Problem in den Griff bekommt: „Heißwasser mit Temperaturen von 60° lässt keine Legionellen zu!“

(laa)

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