Ab 28. Mai

A Better World: Neue Ausstellung im FRAU* schafft Raum

Am 28. Mai eröffnet die Ausstellung "A Better World" von Isabel Winter im feministischen Kunstraum FRAU* schafft Raum.  

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz wurde sexualisierte Gewalt endlich als eines der drängendsten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit erkannt. Dabei sind Gewaltschutz und Prävention seit jeher Pflichten des Staates, wie die deutsche Künstlerin Isabel Winter klarstellt. Nur: Wie lassen sich verkrustete patriarchale Denkmuster möglichst rasch aufbrechen? Winters Lösung ist ein Produkt, das alles verändern soll: ein implantierter Chip, der Empathie möglich macht.

Frau schafft Raum
© Frau schafft Raum/Isabel Winter

Winters Installation zeigt mit bitterem Humor ein dystopisches Szenario einer Welt, in der extreme Maßnahmen ergriffen werden - und wirft damit auch die Frage auf, warum in der realen Welt nicht mit wissenschaftlich-fundierten oder bereits andernorts bewährten Methoden konsequenter Gewaltschutz umgesetzt wird.

Isabel Winter
© Isabel Winter

Isabel Winter wurde 1995 in Bonn geboren und studierte Europäische Ethnologie in Berlin und Wien. Aktuell studiert sie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Szenographie und Ausstellungsdesign. Ihre Installationen widmen sich zwischenmenschlichen Beziehungen sowie sozialen Dynamiken, wobei sie unterschiedliche Medien miteinander vereint und dadurch räumliche Erlebnisse schafft. 

Tscherner-Skulptur noch bis 20. Mai

Bei Gewalt an Frauen handelt es sich um eine Problematik, die nicht nur in Österreich mehr und mehr zunimmt. Mit ihrer Skulptur will die Tiroler Künstlerin Verena Tscherner noch bis 20. Mai Mut machen, den Ort der Gewalt zu verlassen – und womöglich einen Femizid zu verhindern. Für einen Aufbruch in eine gewaltfreie und selbstbestimmte Zukunft brauche es daher "Gegenstände des Alltags", die symbolische Anregungen und Denkanstöße geben.

Verena Tscherner
© Instagram/verenatscherner

Dass dieser Schritt ein enorm schwieriger ist, veranschaulicht die Künstlerin durch das Wechselspiel von Spannung und Entspannung ihrer "atmenden Skulptur". Tscherner studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien, der Schule Friedl Kubelka und Digitale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst, Wien. Seit 2017 begeht sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Projekte im öffentlichen Raum in Österreich, Serbien und Portugal. Tscherner lebt und arbeitet nach wie vor in Wien.   

Interdisziplinäre Plattform: FRAU* schafft Raum

Frau schafft Raum
© Frau schafft Raum/Verena Tscherner

"FRAU* schafft Raum" bietet als interdisziplinäre Plattform die Möglichkeit, das Engagement der Stadt Wien und den Neunten Bezirk noch stärker in den Kontext der Menschenrechte zu stellen und für alle Bewohner*innen nachhaltig erlebbar zu machen. Das Projekt dient der Förderung mehrerer menschenrechtlicher Anliegen.

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