Jetzt steht Witwer vor Gericht

Mord-Rätsel um vermisste Architektin

Mord-Rätsel um vermisste Architektin
© TZOe Fuhrich
Die Mutter getötet, der Vater ein Mörder? Am schlimmsten ist diese (Gerichts-)Causa sicher für die Tochter.
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Wien. Als die heute knapp 20-jährige Frau ihre Mama Elisabeth G., eine plötzlich verschwundene Architektin, zum letzten Mal gesehen hat, war sie zweieinhalb – jetzt, 17 Jahre später, muss sie miterleben, dass sich ihr Vater wegen Mordverdachts vor dem Landesgericht in Wien zu verantworten hat – obwohl bis heute keine Leiche gefunden wurde. Der 65-jährige Angeklagte, der von der Cold-Case-Truppe des Bundeskriminalamtes vor zwei Jahren festgenommen wurde, wird laut Staatsanwaltschaft von neuen Indizien massiv belastet.

Urlaub. Zudem habe der Verdächtige im Laufe der Jahre immer widersprüchlichere Angaben zur letzten Begegnung mit seiner Frau, die drei Monate vor ihrem Verschwinden die Scheidung eingereicht hatte, gemacht: Anfangs brachte er einen Unbekannten ins Spiel, der sie mit einem dunklen Wagen bei ihm vorbeigebracht und wieder abgeholt hatte, dann hätte sie ihre kleine Tochter zurückgelassen, um über Weihnachten auf Langlauf-Urlaub zu fahren, dann wiederum sei sie zu einem Ruderclub an der Alten Donau trainieren gegangen – was aber niemand dort bestätigen kann.

Mord-Rätsel um vermisste Architektin
© Privat

Verteidiger Thomas Reissmann wettert: „Die Anklage beruht auf schlechten, falschen Ermittlungen.“

(kor)

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