Schwerpunktaktion angekündigt

Nehammer zu Silvester-Ausschreitungen: "Täter müssen mit Konsequenzen rechnen"

© OE24

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Wien-Favoriten zieht Innenminister Nehammer Konsequenzen.
OE24 auf Google bevorzugen

Eine Spur der Verwüstung zogen Randalierer in der Silvesternacht in Wien-Favoriten. „Vier Männer gingen gezielt vor. Sie kamen vom Antonsplatz hergelaufen und teilten sich auf. Sie stellten ihre Rucksäcke auf die Bänke, holten die Raketen raus, zündeten sie und liefen wieder weg“, so ein Anrainer gegenüber ÖSTERREICH. Die Vandalen demolierten auch Auslagenscheiben, ­Automaten, Zeitungsständer, Bänke und sprengten Mistkübel. Sogar der Christbaum mitten am Platz wurde mit Benzin übergossen.

Wien-Favoriten: Vandalen lieferten sich Straßenschlacht mit Polizei | Neun Verdächtige - 16 Anzeigen
© TZOE/Larissa Eckhardt

Die Polizei fasste neun Verdächtige (zwei ­Österreicherinnen, zwei Iraker und fünf Syrer im ­Alter von 14 bis 29 Jahren). Insgesamt gab es 16 Anzeigen. Darunter ist jener Syrer (21), der mit einem Mist­kübel versuchte, die Scheibe eines Juweliers einzuschlagen – ein Video davon ging viral –, und auch Polizisten mit Knallkörpern bewarf. Die Polizei geht von bis zu 40 Beteiligten aus.

Innenminister Nehammer: „Keine Toleranz“

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) verurteilte die „Allahu akbar“-rufenden Böller-Werfer: „Für solche Aktionen haben wir absolut keine Toleranz.“ Er kündigte eine „groß angelegte Schwerpunktaktion“ der Wiener Polizei an. „Ab sofort werden uniformierte Sonderheiten, aber auch Ermittler in Zivil schwerpunktmäßig in Wien-Favoriten Kontrollen durchführen“, so Wiens Polizeipräsident Pürstl.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden