Krebserregende Gase im Spital?

Ölsee: Unter KH Nord tickt Öko-Zeitbombe

Augenzeugen berichten, dass Öl und Umweltgifte von den Nazis vergraben wurden. 

Die ÖSTERREICH-Enthüllung, dass das KH Nord direkt auf einem hochgiftigen Ölsee aus der Nazizeit errichtet wurde, sorgt für Wirbel.

 

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Gift im Boden „entsorgt“

Jetzt sind neue Details durchgesickert: Das unmittelbare Gelände des Krankenhauses Nord, das genau an der nördlichen Begrenzung der hochgiftigen Altlast W7 mit Hitlers Raffinerie steht, war wohl noch gefährlicheren Umweltsünden ausgesetzt, als die Raffinerie selbst.

„Hier hatte Hitlers Reichsbahn eine Ölwaggon-Reinigung mit aggressivsten Chemikalien. Die wurden laut Augenzeugen, die leider längst verstorben sind, einfach mit den Ölschlacken und dem Altöl in Löchern im Boden entsorgt. Was an Öl gelagert wurde, ist durch alliierte Bombentreffer ausgelaufen“, schildert der Floridsdorfer Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, was ihm Zeitzeugen erzählten.


FCKW-Werte alarmierend

Was die alarmierenden Werte von Fluorchlorkohlen­wasserstoff, vor allem in Reinigungschemikalien ent­halten, erklärt, die am Nordrand der Altlast W7 in den 1990er-Jahren entdeckt wurden. Experten fürchten, dass auch die millionenteure Spezialbetonplatte unter dem KH Nord, die schon den Bau einer Tiefgarage verhinderte, wenig nützen wird.

„Wie beim Gaswerk Leopoldau müsste man wohl das Gelände drum herum abtragen, da Krebserreger in Form von Gasen durch Beton und aus dem Umland eindringen können“, so der Floridsdorfer FPÖ-Mann Michael Niegl.

„Kein Wunder, dass schon 2011 ÖVP-Funktionäre von Securitys des KAV unter Androhung massiver Gewalt daran gehindert wurden, Bodenproben zu nehmen. ‚Vertuschen, verheimlichen, leugnen‘ scheint das rot-grüne Motto beim KH Nord zu sein“, schimpft ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch.

Josef Galley



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