Taferl abgenommen

Polizei stoppt rollendes Puff mit diesem Defekt

Bei einer koordinierten Schwerpunktaktion der Polizei setzte es Hunderte Anzeigen. Die Beamten zogen Alkosünder, Raser und sogar ein illegales Liebesmobil aus dem Verkehr. 

Die Polizei hat in den vergangenen Tagen eine groß angelegte Schwerpunktaktion im Stadtgebiet durchgeführt. Zwischen dem 13. und 14. Mai 2026 nahmen die Stadtpolizeikommanden Margareten, Josefstadt, Ottakring und Döbling die Autofahrer genau unter die Lupe. Unterstützt von Rechtsexperten der Polizeikommissariate und Experten der Landesfahrzeugprüfstelle jagten die Beamten Alkosünder, Raser und fahruntüchtige Fahrzeuge. Am Ende stand eine beachtliche Bilanz mit Hunderten Strafen und einigen handfesten Überraschungen.

Alkohol, Drogen und jede Menge Strafen

Insgesamt baten die Einsatzkräfte über 200 Autofahrer zum Alkovortest, zudem wurden vier Alkomattests durchgeführt. Dabei setzte es 11 Anzeigen wegen Alkohol am Steuer und zwei weitere wegen Suchtgiftbeeinträchtigung. Für zwei Lenker war die Fahrt an Ort und Stelle vorbei, da sie ihren Führerschein sofort abgeben mussten.

Die anwesenden Juristen der Polizei stellten zudem 37 Strafverfügungen direkt vor Ort aus. Dazu kamen 258 weitere Verkehrsanzeigen sowie 114 Organmandate für diverse Vergehen im Straßenverkehr. Auch das Thema Rasen stand im Fokus, was sich in 22 Geschwindigkeitsanzeigen und 82 weiteren Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz widerspiegelte.

Liebes-Transporter und Dröhn-Bolide gestoppt

Besonders zwei Fahrzeuge erregten die Aufmerksamkeit der Kontrolleure. Die Polizisten stoppten einen Kleintransporter, der für die Ausübung von Prostitution genutzt wurde. Bei der technischen Überprüfung stellte sich heraus, dass eine Blattfeder des Wagens gebrochen war. Wegen Gefahr im Verzug nahmen die Beamten die Kennzeichen sofort ab.

Wenig später ging den Prüfern ein Sportwagen ins Netz. Eine Lärmmessung ergab, dass der Bolide das erlaubte Standgeräusch um sage und schreibe 35,9 Dezibel überschritt. Auch in diesem Fall war die Weiterfahrt Geschichte und die Nummerntafeln wurden einkassiert. Insgesamt verloren bei der Aktion zehn Fahrzeuge vorläufig ihre Zulassung.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Die Landesfahrzeugprüfstelle führte zudem sieben besondere Fahrzeugüberprüfungen bei extremen Mängeln durch. Die Polizei Wien zieht ein positives Resümee aus dem konsequenten Vorgehen und betont den wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit für alle Menschen auf der Straße. Autofahrer in Wien müssen sich auch in Zukunft auf solche unangekündigten Schwerpunktaktionen einstellen, da die Behörden weiterhin scharf gegen gefährliche Übertretungen vorgehen wollen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten