Rassismus-Vorwurf: Wirbel um Wiener Linien-Plakat

´"Schwarzes Schaf"

Rassismus-Vorwurf: Wirbel um Wiener Linien-Plakat

Derzeit sorgt ein Plakat der Wiener Linien in den Sozialen Netzwerken für Aufregung und hitzige Debatten. 

Rassismus-Eklat. Ein Sujet der Wiener Linien sorgt derzeit für Aufregung. Auf einem Plakat der "Fahr-Fair"-Kampagne ist ein schwarzes Schaf zu sehen, das ein Kebab isst. Kritiker halten das für rassistisch - die Wiener Linien wehren sich dagegen.

In der Wiener U-Bahn sollen in Zukunft keine stark riechenden Speisen verzehrt werden. Für die U6 soll sogar ein verbot her. Derzeit läuft eine Abstimmung, welche Speisen verbannt werden sollen. Auf Plakaten wird darauf hingewiesen. Auf einigen ist ein schwarzes Schaf zu sehen, dass ein Kebab ist. Das erinnert viele User an die Schweizer Anti-Ausländer-Kampagne, die ebenfalls ein schwarzes Schaf zeigt.

© Wiener Linien
Rassismus-Vorwurf: Wirbel um Wiener Linien-Plakat

Das Sujet bediene rassistische Klischees - etwa weil auch ein Kebab abgebildet sei und zum Beispiel keine Leberkäs-Semmel. Sogar Politiker üben Kritik, wie etwa der grüne Klubobmann David Ellensohn. Er hält das Plakat für "komplett daneben".

 
In einer schriftlichen Stellungnahme wiesen die Wiener Linien das zurück, wie "orf.at" schreibt. "Für die Wiener Linien ist es ganz egal, wer mit uns fährt, unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung, Religion und Co. - bei uns sind alle willkommen. Im Gegenzug gelten aber auch für alle dieselben Regeln: Respekt und Rücksichtnahme", heißt es. Das solle auch die diesjährige Kampagne zur Hausordnung ausdrücken. Die Rückmeldungen der Fahrgäste würden zeigen, dass "es ihnen wichtig ist, dass diese Thematik angesprochen wird", so die Stellungnahme.  


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