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Prozess um Kündigung des Mietvertrages

Showdown ums Café Landtmann

Der Rechtsstreit ums Überleben des Cafés Landtmann wird immer brutaler.

Innere Stadt. Berndt Querfeld, streitbarer Chef des weltweit bekannten Cafés Landtmann, liegt seit Beginn der Corona-Pandemie mit dem Vermieter des Palais Lieben-Auspitz, der Novoreal der Karl-Wlaschek-Privatstiftung, in einem erbitterten Rechtsstreit – kurz gesagt: Querfeld, dessen Familie seit 40 Jahren das 1873 gegründete Café betreibt, will keine Miete zahlen, wenn er wegen der Corona-Lockdowns keinen Zutritt zu den Räumlichkeiten hat: „Ich würde damit gegen die Regeln der staatlichen COFAG verstoßen und damit alle Förderungen verlieren. Eine Zwickmühle.“

Die Firma Novoreal der Erben des verstorbenen Billa-Gründers Karl Wlaschek hat darauf mit einer Räumungsklage geantwortet – man habe sich etwa mit dem Hansen in der Börse und Toni Mörwald außergerichtlich geeinigt und betont auch weiter die „Gesprächsbereitschaft“.

Kündigung. ÖSTERREICH vorliegende Dokumente beweisen hingegen, dass sogar schriftlich eine Mediation harsch abgelehnt wurde. Und: Nur 48 Stunden vor Verhandlungstermin im Bezirksgericht Innere Stadt erklärte man auch den Mietvertrag für die Beletage über dem Landtmann, wo im Salon von Berta Zuckerkandl einst Gustav Klimt, Johann Strauß und Arthur Schnitzler verkehrten, für beendet.

Schlacht. Hier – und auch aus dem Café – soll die ­Familie Querfeld raus­fliegen. Der Prozess heute wird die Mutter aller Mieter-Schlachten und wohl Musterverfahren für Wiens Gastronomie.
 



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