Was für eine verrückte Idee – und sie funktioniert! Der Eingangspavillon des Wien Museums wird zur spektakulären Leinwand für DachArt, das wildeste Kunstprojekt der Stadt. Das Motiv: der "Strohhutkrämer".
Was für eine verrückte Idee – und sie funktioniert! Der Eingangspavillon des Wien Museums wird zur spektakulären Leinwand für DachArt, das wildeste Kunstprojekt der Stadt. Kein öder Feuermauer-Schmierfix, sondern Mega-Kunst mit Wow-Blick auf Architektur und Karlsplatz – und das Ganze schaut man sich von OBEN an, von der Museumsterrasse!
Das steckt dahinter
2024 legte Wiener Künstler Manuel Skirl mit einem Motiv über den unterirdischen Wienfluss los. 2025 folgte Käthe Löffelmann mit starken Szenen über gesellschaftliche Umbrüche. Und jetzt kommt DachArt #3 – und der Typ dahinter ist ein echter Straßen-Profi!
Der Künstler: Ruin bringt Wien zum Staunen
Ruin (*1990), Absolvent der Uni für angewandte Kunst Wien, sprüht seit sage und schreibe 2003 im öffentlichen Raum! Graffiti, surreale Bildwelten, fantastische Tiere – Insekten, Amphibien, Fische – die sich mit menschlichen Figuren zu absolut irren Kompositionen vermischen. Natur trifft Stadt, Fantasie trifft Realität. Krass!
Die Inspiration: 300 Jahre alter Kupferstich trifft auf Wiener Straßenkultur
Für DachArt #3 hat sich Ruin tief in die Wien-Museum-Sammlung gegraben – und Gold gefunden: Kupferstiche von Johann Christian Brand (1722–1795) zeigen das „gemeine Volk" des alten Wien, Straßenhändler, Handwerker, das echte Leben auf Wiens historischen Gassen. Besonders angetan hat es ihm der „Strohhütkrämer" – ein Händler, der damals wie Ruin heute die Straße als seinen Platz beansprucht hat. Geschichte trifft Gegenwart. Wien bleibt Wien!